- Nordstern -

In Riva

LOGBUCH der NORDSTERN


1. Efferd 28

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Setzen zum Hafen von Riva über. An Bord 12 Personen, eine Katze, viel Proviant, Wasser, Ballast und Schiffsteile.

gez. Jergan Efferdstreu, Kapitän.

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Der Kapitän


Die Praiosscheibe hat erst einen kleinen Teil ihres Weges zurückgelegt, eine sanfte Brise treibt frische Seeluft vor sich her und hinüber zu denen, die in Riva leben - auch wenn viele von ihnen zu dieser Zeit noch schlafen. Auch der Hafen liegt noch recht still da, nur wenige sind bereits bei der Arbeit und mit den vielen Dingen beschäftigt,die in einem bedeutenden Hafen verrichtet werden müssen. Die Schiffe liegen still und träge an ihren Ankerplätzen - mit einer einzigen Ausnahme: Die sanfte Brise bläht ein einsames Segel, das eine zweimastige Karavelle gesetzt hat, die langsam quer über die Mündung des Kvill in Richtung eines nicht sehr zentral gelegenen Liegeplatzes treibt.

Kundige Augen würden sehen, daß das Schiff längst nicht voll bemannt ist, und es muß dem Kundigen auch klar sein, daß dieses Fahrzeug von keiner glorreichen Reise heimkehrt - eher, daß es dazu bereit ist, zu einer solchen auszulaufen. Diese Fahrt hat bestimmt bei einem Schiffbauer begonnen, der Ausbesserungsarbeiten vorgenommen hat, und nun kehrt das Schiff zurück - es kehrt zurück, um sich dann zu verabschieden...


Der Mann läßt die Finger fast liebevoll über das hölzerne Steuerrad gleiten und dreht es dann einige Grad. Es ist ein wahrer Genuß, wie leicht das geht! Die Reparatur der Ruderaufhängung hat sich wirklich

gelohnt. Der Blick des Mannes schweift hinüber zu der Stadt, sucht ein kleines Haus. Es steht recht versteckt, doch der geübte Blick findet es sofort. Dieses Haus, und jene, die darin wohnen, sind für ihn das allerwichtigste, und sie sind der Grund, warum er, Jergan Efferdstreu, jetzt mit der Karavelle "Nordstern" auf eine so weite Fahrt geht.

"Kapitän?"

Er dreht sich um. Jergan ist nicht gerade klein, aber die Frau, die zu ihm getreten ist, überragt ihn um eine Handbreit mit ihren etwas mehr als zwei Schritt. Und ihre leicht schrägstehenden Augen blicken wie immer ein wenig spöttisch zu ihm hinunter.

"Was liegt an, Nirka?"

Nirka Eirikson, Viertel-Nivesin und Viertel-Thorwalerin, zeigt zum Bug der Karavelle.

"Diese verdammte Rotze ist schwergängiger, als sie sein dürfte. Ich denke..."

Er fällt ihr jäh ins Wort.

"Sag Alrik nachher, daß er die Lager fetten soll. Du übernimmst jetzt das Steuer."


Jergan geht an den vorderen Rand des Brückendecks und sieht auf das Oberdeck hinunter, wo die wenigen Matrosen, die schon an Bord sind, mit den verschiedensten Arbeiten beschäftigt sind. Seine Gedanken verweilen noch kurz bei der Bootsfrau und ihrer abartigen Zuneigung zu der einzigen großen Waffe des Schiffes, dann wenden sie sich näher liegenden Dingen zu. Seine Erfahrung sagt ihm, daß das Havena-Segel genau richtig steht, um den gewünschten Liegeplatz zu erreichen, und sie wird ihm auch helfen, dies ohne fremde Hilfe zu schaffen.

Der Kapitän sieht zum Kai, wo sich ungeachtet der frühen Stunde schon einige Leute versammelt haben. Ganz bestimmt sind einige der noch fehlenden Mannschaftsangehörigen dabei, aber vielleicht auch schon

Fahrgäste - und einige der unvermeidbaren Neugierigen. Immerhin hat Fiana Ohlson die Tafel, auf der die Fahrt angekündigt wird, vor einigen Tagen angebracht.


"Ruder hart backbord! Achtet auf das Segel!"

Hinter ihm wirbelt Nirka das Ruder herum. Das Heck der Karavelle wird herumgedrückt, und das Havena-Segel kommt aus dem Wind. Ehe es anfängt zu killen, holen die erfahrenen Matrosen die Schoten etwas dichter. Fergan sieht das Ufer näherkommen, dann nickt er zufrieden.

"Ruder steuerbord! Runter mit dem Segel!"

Er hat die Trägheit der noch unbeladenen "Nordstern" genau richtig kalkuliert. Der Schwung ist kurz vor dem Kai fast aufgebraucht, und das Ruder dreht das Schiff weit genug.

Die Leinen werden geworfen, und kurze Zeit später ist die "Nordstern" sicher am Kai vertäut.

"Nirka, kümmere dich um die Leute!"

Jergan geht ohne ein weiteres Wort zu der Treppe, die auf das Oberdeck hinunter führt, während sich die Bootsfrau um die ordnungsgemäße Verstauung des Segels kümmert.


Der Kapitän bleibt an der Reling stehen und mustert die Ankömmlinge. Wer wird wohl den Bordmagus ersetzen, und werden alle Matrosen wieder da sein? Und wer von den am Kai Stehenden hat die Absicht, an Bord zu gehen?

Letztendlich bleibt sein Blick an der Holztafel hängen, auf der die Fahrt nach Brabak umworben wird - zusammen mit den sehr günstigen Fahrpreisen:


Preise für jeweils 100 Meilen

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Suite : 25S

Einzelkabine : 12S

Doppelkabine : 8S

Gemeinschaftskabine : 4S

Unterdeck : 2S

Oberdeck : 1S (nur bei gutem Wetter für kurze Strecken)


Er schüttelt kurz den Kopf - doch was soll es - Geld verdient wird ohnehin mit der Ladung.


Während zwei Matrosen ein Stück Reling für die vom Kai aus herüber gereichte Planke entfernen, sucht der Kapitän mit den Augen nach seiner ersten Offizierin - die hoffentlich den Magus mitgebracht hat.



Fiana geht an Bord


Die Augen des Kapitäns müssen nicht lange suchen bis sie finden was sie suchten. Dem Schiff nähert sich eine Rothaarige hochgewachsene Frau. Ihre Haarpracht hat sie in einem langen Zopf gebändigt. Sie mag etwas mehr als 2 Schritt messen und wohl eine Gebürtige Thorwalerin sein. Zu Typisch ist ihr Erscheinungsbild, als das es sich um etwas anderes handeln könnte. Sie Trägt ein Leinenhemd, eine Lederhose und Lederstiefel. Darüber einen offenen Braunen Wollumhang. Über den Rücken trägt sie einen großen Seesack und eine Mächtige zweischneidige Axt. Zu ihrer Linke hat sie ein Schwert umgeschnallt. Trotz der vorhanden Muskeln haben ihre Weiblichen formen nicht gelitten, man muß sie einfach als hübsch bezeichnen.

Zu ihrer rechten geht ein Mann in schwarzer Kutte. Er ist gut 15 Finger kleiner als die Frau und wirkt schmächtig, obwohl die Frau keineswegs als Dick bezeichnet werden kann. Auf der Schwarzen Kutte sind große Mengen an Silberfarbenen Arcanen und Alchimistischen Symbolen angebracht. Trotz seiner schmächtigkeit kann der Beobachter Thorwalische Züge in seinem Körperbau erahnen. Dies steht jedoch im krassen gegensatz zu seinem eher Thulamidischen Gesicht und den Langen Tiefschwarten Haaren sowie dem ebenso schwarzen Bart. Seine Dunkelblauen Augen verraten das er jünger sein muß als sein Bart glauben macht. Am Gürtel ist ein recht großer Dolch befestigt und in seiner Rechten Hält er einen etwa 2 Schritt lange Stab aus dunklem Holz. Die Spitze besteht aus einer Kugel die aus einem Dunkelgrünem Kristall gearbeitet ist. Auch er trägt einen Seesack, das heißt er schleift ihn eher mit der Linken hinter sich her.

Die beiden gehen in direkter Linie zum Schiff, dort angekommen gehen sie auf den Kapitän zu.

"Efferd zum Gruße! 1. Offizierin Fiana Ohlson meldet sich zum Dienst an Bord. Dies hier ist Ottam Trosdotter der neue Schiffsmagus" sind ihre ersten Worte an den Kapitän.



Jergan nimmt Fianas Meldung mit einem Nicken zur Kenntnis, dann mustert er den neuen Magus, der ihm alles andere als unbekannt ist. Umgekehrt bekommt dieser damit auch eine Gelegenheit, den Kapitän in Augenschein zu nehmen.

Jergan Efferdstreu hat etwa 40 Götterläufe gesehen und ist von eher schmaler Gestalt, was bei seinen nur wenig weniger als zwei Schritt Größe dazu führt, daß er für noch größer gehalten wird, als er ist. Der Kapitän der NORDSTERN trägt wie die erste Offizierin ein Leinenhemd, eine ziemlich schlicht wirkende Lederhose und einen dunkelgrauen Umhang. Als Bewaffnung hat er einzig einen langen Dolch bei sich.

"Willkommen an Bord, Ottam Trosdotter. Fiana wird Euch zeigen, wo Ihr Eure Sachen hinbringen könnt."

Bei diesen Worten richtet er den Blick wieder auf die Frau, und gibt ihr mit einer knappen Geste zu verstehen, daß sie ihn in einer der beiden Einzelkabinen unterbringen soll. Das ist zwar nicht das, was ihm vom Rang her zusteht, aber Jergan hat seine Gründe.

"Wenn du damit fertig bist, Fiana, dann kontrolliere die Anwesenheit der Matrosen und kümmere dich darum, daß niemand auf das Schiff kommt, um sich Dinge 'auszuborgen'."

Das letzte sagt er etwas leiser, und gibt Fiana dann mit einem Wink zu verstehen, daß sie mit der Ausführung beginnen kann.

Fast, als fiele es ihm jetzt erst ein, ergänzt er noch:

"Ihr, Magus, dürft mir gerne hier oben Gesellschaft leisten, wenn Ihr in der Kabine fertig seid."



Fiana richte sich ein


Kurz nachdem sie Ottam zu seiner Kabine gebracht hat erreicht sie den Bereich der Mannschaftsunterkünfte. Sie öffnet die Tür die zu ihrer Koje führt fast feierlich

"Endlich wieder auf See" entfleucht ihr leise während sie hinein geht. Drinnen legt sie zunächst ihren Seesack ab und überzeugt sich vom einwandfreien Zustand des Raumes.

'Es scheint noch so zu sein wie es soll'

Daraufhin legt sie ihr Schwert zum Seesack, behält die Axt jedoch auf dem Rücken

''Solange wir im Hafen sind wird das wohl Diebesvolk abschrecken' hofft sie.

Fiana verschließt die Tür mit dem im Schloß Steckenden Schlüssel und steckt ihn in eine Tasche ihrer Hose.

Sie geht zurück an Deck und beginnt die ihr aufgetragenen Pflichten zu erledigen. Der 2. Offizier wird beauftragt die Mannschaft auf anwesenheit zu überprüfen und anschließend bericht zu erstatten. Sie selbst kümmert sich darum die Fremden im Auge zu behalten damit es nicht zu den angesprochenen unerwünschten Leihgaben kommt.



Ottam, der Magier


Ottam beobachtet die Frau die ihn herbrachte noch bis sie verschwunden ist. Dann macht er sich daran die Tür zu seiner Unterkunft zu öffnen. Er betritt den Raum ein wenig mißmutig, hat er doch erwartet eine luxuriösere Unterkunft zu erhalten. Dennoch zieht er es vor sich nicht zu beschweren sondern erst einmal seine Sachen auszupacken. Hier und dort landen kleine Fläschchen, Schriftrollen, Bücher und allerlei kleine seltsame gegenstände in den zahlreich vorhandenen Fächern und Schubladen. Zerbrechliche dinge werden mit Stoffresten gepolstert, es scheint als kenne der noch recht junge Magus sich mit den unbehaglichen Seiten einer Seefahrt aus.

Nachdem dies vollbracht ist geht er zurück an Deck, vergißt jedoch nicht die Türe sorgsam zu verschließen.

An Deck angelangt verschafft er sich zunächst einen überblick über das Schiff, anschließend geht er in richtung des Kapitäns. Unweit von ihm stellt er sich ebenfalls an Reling. Er Nickt dem Kapitän zu, ohne jedoch ein Wort zu verlieren schaut er dann in Richtung Kai um das langsam geschäftiger werdende Treiben zu beobachten.



Der Kapitän der NORDSTERN bemerkt den näher gekommenen Magus, ignoriert ihn aber vorerst. Ihm das Schiff zeigen zu wollen, wäre reine Zeitverschwendung, und Fahrgäste sind auch noch keine da, die versorgt werden müssen.

So beschränkt sich auch Jergan auf die Beobachtung der Menge - ab und zu unterbrochen durch einen Blick zu seiner Mannschaft.

Ein Matrose kommt über die Planke an Bord, meldet sich bei ihm zurück. Jergan schickt den Mann ohne weitere Umstände nach unten, damit er dort die Segellast überprüfen kann, sobald er seinen Seesack abgestellt hat.

Einen weiteren Matrosen, der nur wenig später an Bord kommt, schickt er zu Nirka, die ihn bestimmt beschäftigen kann.



Die Bootsfrau treibt zwei Matrosen an, die ihrer Meinung nach viel zu langsam bei der Arbeit der sind. Schließlich kann die über zwei Schritt große Frau es nicht mehr mit ansehen, und sie greift selbst mit zu. Im Nu ist das große Segel verstaut.

Nirka tritt zurück und läßt die Blicke schweifen. Sie ist recht schlank, doch man kann sie nicht unbedingt als hübsch bezeichnen. Ihre nackten Arme sind muskulös, das Gesicht von einer Narbe am Kinn gezeichnet, die zweifellos von einer Enterwaffe herrührt, und ihre etwas mehr als schulterlangen dunkelblonden Haare hängen ziemlich wirr in der Gegend herum. Nirka trägt eine Lederhose, und darüber ein recht kurzes ärmelloses Hemd - zu kurz jedenfalls für jemanden von ihrer Größe, denn es läßt eine Handbreit Bauch frei. Ihre Art weist auf ihre Thorwaler Vorfahren hin, während die leicht schräg stehenden Augen und der Name die einzigen Verweise auf ein weiteres Viertel ihres Erbes ist.

Nirka steigt rasch die Stiege zum Oberdeck hervor und mustert ein wenig überrascht die Menschen im Hafen. Dann sieht sie einen Mann neben dem Kapitän stehen, der ihr merkwürdig bekannt vorkommt. Doch sie wendet sich rasch wieder ab - Männer interessieren sie in kaum einer Hinsicht.

"Was steht ihr da rum?"

Sie brüllt zwei Matrosen in einer Lautstärke an, die Jergan nie zustande bekommen würde.


Die beiden beeilen sich, die leeren Fässer, die man ihnen aus dem Laderaum empor reicht, zur Reling zu tragen. Nirka lehnt sich mit dem Rücken an den Mast und verschränkt die Arme.



Ein Sohn des FIRun an den Gestaden des EFFerd ....


Plötzlich drängelt sich ein Mann durch die Menge nach vorne. Er hat kurzes, schwarzes Haar und ebenso schwarze Augen. Sein Gesicht ist übersät von kleinen, schwarzen Bartstoppeln doch er wirkt nicht besonders alt, vielleicht zählt er 25, höchsten 26 Sommer. Seine Kleidung ist recht auffällig da sie irgendwie nicht in diese Gegend paßt. Er trägt ein schwarzes, schon recht abgetragenes Hemd. Darüber eine grüne Lederjacke die er geöffnet hat. Seine Hose ist aus braunen Leinen, ebenso braun sind seine etwa kniehohen

ledernen Stiefel. Er ist nicht besonders groß, etwa 1 3/4 Schritt hoch, trotzdem scheint er recht muskulös zu sein und er scheint längere Wanderungen gewohnt zu sein. Bewaffnet ist er recht gut. In seinem Gürtel steckt ein gewöhnlicher Dolch, wie man ihn bei der Jagd verwendet. Auf dem Rücken trägt er auf einer Seite einen Köcher mit etwa zwei Dutzend Pfeilen. Den zugehörigen Bogen hat er über seinen Oberkörper gestreift. Es ist ein sehr schöner, aber ungewöhnlicher Bogen, der verziert ist und mit Bildern aller Zwölf Götter geschmückt ist. Auf beiden Seiten des Griffs befinden sich die Zeichen des Firun.

Auf der anderen Seite trägt er einen kleinen, ledernen Rucksack, der wohl nicht viel mehr als sein Geld, ein wenig Kleinkram und vielleicht ein wenig Nahrung enthält.

Der Mann keucht und schwitzt.

Als er den Kapitän am oberen Ende der Planke sieht, besinnt er sich, holt tief Luft und steigt die Planke nach oben. Beim Kapitän angekommen, sagt er mit einer eher unsicheren Stimme:

"Ähm..."

Der Mann blickt sich noch einmal um, wendet sich dann aber wieder dem Kapitän zu.


"Ja, Ähm, ich würde gerne auf Eurem Schiff mitfahren. Ginge das?"


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Jergan mustert den Mann, der zu ihm an Bord gekommen ist, kurz, schätzt ab, ob er vor etwas auf der Flucht ist. Dann fällt sein Blick auf Fiana und ihre geliebte Waffe.

"Willkommen an Bord der Karavelle NORDSTERN."

Der Kapitän überlegt, ob er sich vorstellen soll, aber da der andere auch keinen Namen genannt hat, unterläßt er es.

"Sicher ist das möglich. Wie weit soll denn Eure Reise gehen?"



Der Mann antwortet: "Danke, Herr Kapitän!"

Der Mann senkt seinen Blick kurz und überlegt.

"Hmmm, wie weit soll die Reise gehen?!" flüstert er sich selbst zu ohne darauf zu achten ob die Anwesenden etwas hören oder nicht. Er faßt kurz an seinen Rucksack überlegt wieder kurz hebt seinen Blick und meint dann:

"Am liebsten so weit weg wie es geht. Ihr müßt wissen, ich bin noch nie mit einem so großen Schiff gefahren und ich möchte mir Aventurien ansehen. Ich habe auch nicht viel Gepäck. Nur das was ich gerade dabei habe. Mein Name ist übrigens Fuxfell. Firutin Fuxfell."

Er mustert den Kapitän und die anderen Leute in Sichtweite.



"Ich bin Jergan Efferdstreu, Kapitän der NORDSTERN. Ihr könnt mitfahren, soweit Ihr wollt - oder, besser gesagt, soweit, wie Eure Geldkatze es zuläßt."

Der Kapitän zeigt nach unten, wo auf dem Kai gut sichtbar die Tafel mit den Preisen steht.


Er sieht auch, daß sich offenbar weitere Menschen anschicken, an Bord kommen zu wollen. Ein kurzer Blick trifft den Bordmagus, doch dann winkt er kurz in Fianas Richtung - sie wird ihm dabei besser helfen können als der Magus, der das Schiff SO gut nun auch wieder nicht kennt.



Fiana bemerkt den wink den Kapitäns und macht sich umgehend auf den Weg zu ihm.

"Aye Sir" sagt sie, und blickt ihn seine Befehle erwartend an.



Ottam beobachtet


Der Magus, welcher gerade noch starr die Menschen am Kai beobachtete, bemerkt den vorbei schweifenden Blick des Kapitäns nur am rande. Dennoch verzieht sich sein Mund zu einem leichten grinsen und es kommt bewegung in den hageren Körper. Er geht schnurstrax in richtung der Planken und hält nach Personen ausschau die an Bord kommen möchten. Ein Freundlich einladendes Lächeln zeichnet sich auf seinem Gesicht ab.



Ein Matrose „auf dem Sprung“


Schon viele Male hat der ca. 30jährige Mann heute schon aus dem Fenster hinter sich geblickt. Als er nun endlich sein Schiff, die 'Nordstern' erblickt, entfährt ihm beinahe ein Freudenschrei. Doch statt dessen setzt er seine Tischnachbarn eiligst darüber in Kenntnis, daß er jetzt gehen muß. Er schnappt sich schon seinen Seesack und springt auf; auf dem Weg zur Tür winkt er dem Wirt noch kurz zu - Bezahlen muß er nichts, er hat seit gestern abend nichts mehr getrunken, sondern nur noch auf sein Schiff gewartet. Er öffnet die Tür und tritt ins Freie.

Die Sonnenstrahlen und den frischen Wind genießend geht der knapp neun Spann messende Mann die Kaimauer entlang. Gekleidet ist er in die typische Matrosenkluft: eine derbe Lederhose, ein blau-weiß gestreiftes Hemd und darüber eine Teerjacke, lediglich die Lederstiefel fallen aus dem Rahmen. Das Gesicht und die Hände sind wettergegerbt, wobei die Hände zusätzlich noch ziemlich schwielig sind. Das Gesicht wirkt fröhlich, was durch die tiefen Lachfalten noch untermalt wird. Der Bart ist frisch rasiert und die Haare sind im Nacken zu einem Pferdeschwanz zusammengefaßt, der einen halben Spann lang ist.

Von der Taverne geht er in Richtung des Steges, an dessen Ende sein Schiff wartet. Als er an der Planke zur Nordstern ankommt, bleibt er stehen, strafft sich und ruft dann: "Bitte an Bord kommen zu dürfen, Sir!"



Versammlung auf dem Oberdeck


Die Bootsfrau wuchtet alleine ein schweres Faß auf das Deck, dann blickt sie in Richtung der Reling, wo neben dem Kapitän nun auch die erste Offizierin und der neue Schiffsmagus stehen. Und hinunter zu den Menschen, die auf dem Kai stehen.

'Wieder mal typisch... wenn es um so etwas geht, sind alle zur Stelle. Und die Arbeit..."

"Was gafft ihr da??? Das Faß kommt nicht von alleine in den Laderaum!"

Die Matrosen beeilen sich, das nächste volle Faß nach unten zu reichen. Nirka läßt die Blicke noch einmal zum Kai schweifen - die erwartete Proviantlieferung müßte jeden Augenblick eintreffen.



Jergan merkt, daß der Magus in seine Nähe kommt. Nun gut, wenn dieser mitmachen möchte bei der Begrüßung der Leute... er wird ihm nicht im Wege stehen - DIESEM Mann bestimmt nicht.

Der Kapitän wendet sich kurz seinen anderen Pflichten zu, während er noch auf eine Entscheidung des Herren Fuxfell wartet.


Da Ottam gekommen ist, braucht er die erste Offizierin nicht für diese

Arbeit.

Er weist in Richtung der Ladeluke, wo Nirka einige Matrosen beaufsichtigt.

"Kümmer dich um die Verladung des Proviants - und prüfe vor allem die Wasserfässer. Ich möchte keine Überraschung erleben, wenn wir draußen sind. Halt Nirka ein bißchen zurück."

Das letzte sagt er mit einem leichten Grinsen, dann muß er sich schon dem nächsten Ankömmling zuwenden.


Jergan mustert den Matrosen, der an Bord kommen möchte, kurz.

"Erlaubnis erteilt. Melde dich bei der ersten Offizierin!"



"Aye Aye Sir" Wie ihr der Kapitän gewiesen geht Fiana in richtung der Ladeluke


Dort angekommen bemerkt sie sie Probleme Nirkas und weist einige Matrosen an, die wohl gerade mit ihrer vorigen Aufgabe fertig geworden sind, ihr zu helfen.

"Du, du und du, Helft bei der Ladung". Sie selbst macht sich daran die Wasservorräte penibel zu Prüfen.



"Aye, Sir", erwidert Babo auf die Worte des Kapitäns. Dann betritt er über die Planke das Schiff und geht auf die erste Offizierin zu.



Firutin entschließt sich


Nachdem Firutin sich eine Weile eindringlichst die Menschen an Bord angesehen hat, wendet er sich dem Schild zu auf das der Kapitän ihn verwiesen hat. Er wendet sich dann wieder an den Kapitän:

"Gut, Ich würde gerne eine Doppelkabine haben. Und ich würde gerne bis zu ihrem am weitest entfernten Ziel mitfahren. Wo muß ich hingehen?"

Während er das sagt rückt er noch einmal sein "Gepäck" zurecht und macht sich bereit um irgendwo hinzugehen. Das Ziel seines nun anstehenden Weges, in seine Kabine, erhofft er nun vom Kapitän zu erfahren.



Jergan mustert den Mann ein wenig neugierig. Er sieht für ihn nicht so aus, als wenn er die nötigen Dukaten für eine solche Reise besitzt. Aber soll sich der Magus darum kümmern - zum einen wird er das leichter herausfinden, und zum anderen hat er ein gut begründetes Interesse daran, daß die Finanzen stimmen.

'Oder er hat einfach übersehen, daß die Preise für jeweils 100 Meilen angegeben sind.'

Der Kapitän sagt schließlich:

"Unser am weitesten entferntes Ziel ist Brabak, wie ich bereits sagte. Wendet Euch bitte an diesen Herren - er wird mit Euch über das Finanzielle reden und Euch den Weg zu der Kabine zeigen lassen."

Er zeigt in Richtung des Bordmagus.



"Ähm, Danke für eure Hilfe." Sagt Firutin noch zu dem Kapitän bevor er sich zu dem Magus begibt.

Dort angekommen sagt er:

"Äh, Entschuldigung?! Der Kapitän sagte ich solle mich an euch wenden um die finanziellen Angelegenheiten für meine Mitfahrt zu besprechen. Außerdem sagte er das das sie jemanden bitten mir meine Kabine zu zeigen. Ich wollte eine Doppelkabine bis nach Brabak haben. Ist in dem Preis eigentlich schon Essen und Trinken und so weiter mit inbegriffen? Und erfolgt die Zahlung sofort oder kann ich ihnen das Geld am Ende der Reise geben?"

Er blickt den Magus erwartungsvoll an. Er zieht während er redet seinen Rucksack von der Schulter und stellt ihn auf den Boden.



Freundlich lächelnd erwidert der Magus:

"Eine Doppelkabine nach Brabak wie ihr wünscht" ohne lange zu überlegen sagt er "das macht 23 Dukaten, 6 Silber und 8 Heller. Darin enthalten ist Speis wie sie die Mannschaft erhält, wenn ihr Sonderwünsche habt so kostet dies extra. Wasser nach Bedarf ist ebenfalls inbegriffen. Das Geld muß sofort gezahlt werden, es sei den ihr hättet Waren die als Pfand dienen können. Falls ihr keinen Mitbewohner in eurer Doppelkabine wünscht müßt ihr natürlich 2 Plätze zahlen."



Auf die Worte des Magus hockt sich Firutin hin und fängt an in seinem Rucksack zu kramen. Während dessen antwortet er:


"Ob ich noch jemanden auf meinem Zimmer wünsche oder nicht? Natürlich kann noch jemand mit mir das Zimmer teilen. Wenn ich soviel dagegen hätte das ich das doppelte bezahle hätte ich mir sofort ein Einzelzimmer besorgt. Nun, aber meine normalen Fahrtkosten werde ich schon decken können."

Er wirft dem Magus einen versteckten Blick zu

"Wo hab ichs' denn nur?" Er kramt und kramt in seinem Rucksack in dem wohl nicht unbedingt die Ordnung persönlich zu Hause ist. Doch endlich zieht er ein kleines Säckchen mit Geld heraus.

"Ahh, da ist es. Nun denn gut hier ist das Geld für die Überfahrt."

Er gibt dem Magus das Geld jedes Goldstück einzeln und jeden Heller nachzählend, damit er ja nicht aus Versehen zuviel gibt. Als dieser Akt endlich vollbracht ist sagt er beruhigend:

"Tut mir leid das ich so penibel mit meinen Dukaten umgehe, aber ich schwimme nicht unbedingt im Geld wie ihr doch sicher versteht. Wer zeigt mir denn jetzt den Weg zu meiner Kabine?"

Mit diesen Worten richtet er sich wieder zu seiner vollen größe auf und schaut dem Magus ins Gesicht.



Nachdem Ottam das Geld eingesteckt hat, sagt er:

"Folgt mir bitte"

Dann geht er Richtung Unterdeck und führt den Man in richtung der ersten Doppelkabine. Dort angekommen überreicht er ihm den Schlüssel zu D1.

"Angenehme Fahrt wünsche ich." Dann verschwindet er wieder Richtung Planke.



Firutin steht noch eine Weile vor der Tür bis der Magus verschwindet und schaut ihm hinterher. Dann wendet er sich wieder der Tür zu und murmelt noch ein leises "Danke" vor sich her. Dann betritt er den Raum.

Er sucht sich das nächst beste Bett von den zweien aus und legt seine Sachen daneben. Auch seine grüne Lederjacke schmeißt er naben das Bett. Aus seinem Rucksack holt er nach einigem Suchen eine Fellflasche die anscheinend mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Er nimmt einen kräftigen Schluck davon und wirft sich auf das Bett. Er liegt eine Weile mit offenen Augen da und träumt vor sich hin.

'Was wird wohl meine Familie sagen wenn sie hören das ich bis nach Brabak gefahren bin? Noch nie war jemand aus meinem Dorf dort, geschweige denn mit dem Schiff. Ich werde doch gerne mal wissen wer alles auf diesem Schiff mitfährt und ob und mit wem ich das Zimmer teilen muß. Der Kapitän scheint mir zu mißtrauen wahrscheinlich weil ich einfach so durch die Menge gerannt kam und halt doch immer noch meine gute alte Kleidung trage. Nun, das ist nicht meine Sache. Wenn ich Glück habe kommen noch einige nette Leute die mitfahren. Hoffentlich komme ich mit der Seefahrt klar. Aber es ist ein großes Schiff. Ich hoffe das ich hier nicht so schnell Raumangst bekomme. Nun ja, man wird sehen.'

Er besinnt sich wieder und richtet sich wieder auf.

"So, vielleicht kann ich mich ja irgendwo nützlich machen bis andere Leute kommen die nicht so beschäftigt wie die Seefahrer sind."

Danach geht er aus dem Zimmer und schließt die Tür ab. Den Schlüssel verstaut er in seiner Hosentasche. Dann geht er zurück zum Oberdeck.



Der Barde


Eine Gestalt löst sich aus der Menge und strebt auf das Schiff zu. Es ist ein junger Mann, vielleicht 24 Götterläufe mag er gesehen haben. Er ist ungefähr 95 Finger groß und hat lange, braune Haare. Ein Lächeln spielt um die Lippen des glattrasierten Gesichts, als er sich auf das Schiff begibt. Seine Kleidung ist recht auffällig: er trägt ein grell rotes Hemd, welches von einem Gürtel gerafft wird, an dem ein Dolch und ein Beutel hängen. An seiner Seite hängt eine Tasche in der wohl die üblichen Dinge vorzufinden sind. Die grüne Hose ist recht eng geschnitten, und strahlt, als ob sie frisch gewaschen ist. Außerdem trägt er noch einen blauen Umhang, der mit Vögeln und anderen Tieren verziert ist. In der Mitte prangt das goldene Bild einer Laute, umgeben von einem Ring aus Sternen. Auf dem Rücken trägt er auch noch eine Laute, die gut gepflegt aussieht. Der Mann geht über den Steg auf das Schiff und spricht den Kapitän mit einer dunklen, warmen Stimme an:

"Rahja zum Gruße werter Herr. Mein Name ist Elyagor von Bidenfels, meines Zeichens Barde. Ist es mir erlaubt, auf Eurem Schiff zu reisen? Mein Weg führt mich nach Kuslik, ich hoffe doch, daß ihr dort einen Aufenthalt plant.."


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Der Kapitän reißt sich von der Beobachtung dessen, was der Magus mit dem vorigen Ankömmling bespricht los, und wendet sich dem Barden zu. Ein Lächeln überzieht sein Gesicht - er mag es, wenn Barden an Bord sind.

"Sicher, das ist kein Problem. In Kuslik werden wir anlegen. Seid also willkommen an Bord der NORDSTERN."

Er hält inne und wirft wieder einmal ein Blick auf das Treiben rings herum. Dann sieht er wieder den Barden an.

"Möchtet Ihr eine Kabine haben?"

Er fragt das eher beiläufig, denn nebenbei widmet er einen Teil seiner Aufmerksamkeit der Mannschaft und vor allem der Proviantverladung.



Der junge Mann grübelt kurz nach und meint dann:

"Ich würde gerne in einem Doppelzimmer nächtigen.", ein Lächeln spielt um seine Lippen, "Schließlich habe ich hier ein paar Dukaten verdient!"



Jergan wundert sich, daß der Magus den Gast persönlich hinunter in die Kabine bringt. Nun, er wird einen Grund dafür haben.

Dann wendet er sich wieder dem Barden zu.

"Das ist möglich - wir haben zwei Doppelkabinen, von denen eine jetzt... zur Hälfte belegt sein sollte. Ihr habt also die freie Auswahl. Bis nach Kuslik kostet es..."

Der Kapitän rechnet kurz nach und nennt dann die Summe.

Er dreht sich um, um einen Matrosen damit zu beauftragen, dem Barden die Kabine zu zeigen, doch dann fällt sein Blick auf den Jäger, der nun schon eine Unterkunft hat.

"Wenn ihr die zweite Koje der zur Hälfte belegten Kabine haben wollt, so müßtet ihr das mit diesem ehrenwerten Herren absprechen, ansonsten wird euch Alrik..." - er zeigt auf den Schiffsjungen, der das Vordeck verläßt - "... die andere Kabine zeigen."

Jergan nickt dem Barden noch einmal freundlich zu, dann wendet er sich wieder dem Geschehen vor dem Schiff zu, denn das Poltern einer Kutsche erregt seine Aufmerksamkeit.



Als der Barde die Summe hört, wirft er einen Blick auf seinen Beutel und rechnet im Geiste kurz nach, dann nickt er dem Kapitän zu und meint:

"Ich werde wohl die andere Kabine nehmen."

Anschließend folgt er dem Schiffsjungen in die ihm zugewiesene Kabine.



Firutin kommt auf das Oberdeck und sieht noch den Barden an ihm vorbeigehen. Er guckt ihm kurz nach, denn Barden hat er noch nicht oft in seinem Leben gesehen. Aber einige Augenblicke später wendet er sich anderen Dingen zu. Er geht hinüber zum Kapitän und stellt sich neben ihm an die Reling und beobachtet das Geschehen.



Alrik ist der Wink des Kapitäns nicht entgangen, und so kümmert er sich um den Barden, den er zur zweiten Doppelkabine bringt.

"Das ist Eure Kabine, werter Herr. Braucht Ihr noch etwas?"



Der Barde schaut sich kurz in der Kabine um und wendet sich dann an den Jungen:

"Nein, ich habe alles. Danke Junge."

Er zwinkert dem Jungen einmal zu und wirft ihm dann ein Geldstück zu, anschließend beginnt er damit sein Gepäck zu verstauen.



Der Schiffsjunge nimmt den Heller mit einer tiefen Verbeugung entgegen und begibt sich dann geradewegs nach vorne zum Laderaum des Unterdecks. Dort sind mittlerweile viele bei der Arbeit, so daß es bestimmt nicht schwer fallen wird, eine leichte Arbeit zu ergattern.



Der Pelzhändler


Ein von zwei Rentieren gezogener und mit mehreren Ballen und einigen Gepäckstücken beladener offener Wagen rumpelt an die Mole. Gelenkt wird der Wagen von einem Nivesen in typischer Nationaltracht. Neben ihm auf dem Bock sitzt ein hochgewachsener Mann in einem langen Mantel aus silberglänzendem Fell, der von einem breiten Ledergürtel zusammengehalten wird. Darunter trägt er eine schwarze Wildlederhose, die Füße stecken in nivesischen Fellstiefeln. Die gut frisierten Haupthaare und der mächtige Schnauzbart sind pechschwarz. Dem wettergegerbten Gesicht des Mannes sieht man es an, daß er lange Zeit im rauhen Klima des hohen Nordens verbracht hat.

Der Nivese bringt mit einem "Hoooh!" den Wagen vor der "Nordstern" zum Stehen. Der Schnauzbärtige wechselt ein paar Worte mit seinem Kutscher, steigt vom Bock und geht zum Fuß der Planke.

"Schiff Ahoi!", ruft er dem Kapitän zu, "Habt Ihr noch Platz für einen zahlenden Passagier und ein paar Ballen Pelz?"


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Jergan ist doch ein wenig überrascht, denn seine Aufmerksamkeit galt eigentlich einer anderen Kutsche, auf der er jemanden gesehen hat, den er erwartet - den Schiffskoch nämlich - doch der Pelzhändler ist ihm

natürlich auch willkommen, bringt er doch schließlich Ladung für die noch recht leeren Laderäume der NORDSTERN.

"Ahoi!" ruft er dem Mann zu.

"Ja, haben wir. Seid willkommen an Bord der NORDSTERN. Wie weit soll Eure Reise denn gehen? Brabak ist das weiteste, das ich anbieten kann."

Der Kapitän schätzt unterdessen schon den Umfang der Ladung ab, die ohne jede Mühe in die Laderäume des Schiffes passen wird.



"Nach Havena, wenn's recht ist."

"Ich hätte, wenn möglich, gerne eine Einzelkabine. Und veranlaßt doch bitte, daß die Ladung im trockensten Bereich Eures Laderaums verstaut wird. Odir dort (er zeigt auf den Nivesen) wird Euren Matrosen gerne zur Hand gehen. Mein Name ist übrigens Agor Smirnoff, meines Zeichens Pelzhändler"

Mit diesen Worten kommt er die Planke hoch und hält dem Kapitän die Hand entgegen.


Der Nivese löst inzwischen die Seile, die die insgesamt fünf verschieden großen (von etwa drei Spann bis einen Schritt Kantenlänge und ein flaches, etwa zweieinhalb auf einen Schritt messendes Paket) in Leinen geschlagenen Ballen festhalten.



Jergan wirft noch einen Blick zu der anderen Kutsche, dann reicht er dem Pelzhändler die Hand.


"Mein Name ist Jergan Efferdstreu - Kapitän dieser Karavelle. Wir haben noch eine Einzelkabine frei, das wird euch..."

Er rechnet kurz, und nennt dann den Preis, den er um 10% gegenüber dem senkt, was eigentlich bei der Rechnung herauskommt.

"Wir werden Eure Ladung in den Laderaum drei schaffen, der ist am sichersten und am trockensten. Meine Bootsfrau wird sich persönlich darum kümmern. Ich..."

Er sieht sich kurz um.

"Entschuldigt bitte, ich muß mich hier um einiges kümmern. Könnt Ihr

ihr selbst mitteilen, was mit Euer Ladung zu geschehen hat?"

Er zeigt in Nirkas Richtung.

"Die dunkelblonde, riesengroße Frau da am Mast ist es. Ich würde mich freuen, wenn Ihr wieder zu mir kommt, wenn Eure Ladung sicher verstaut ist."


"Aber sicher. Könntet Ihr in der Zwischenzeit veranlassen, daß mein Gepäck in meine Kabine gebracht wird?"



Der Proviant kommt


Unter lautem Geratter nähert sich dem Schiff ein zweispänniges Fuhrwerk, das mit hölzernen Fässern beladen ist. Neben dem Kutscher, einem etwa fünfzigjährigen glatzköpfigen Norbarden mit dem obligatorischen schwarzen Schnauzbart, sitzt ein ca. 20Jähriger Jüngling von durchschnittlicher Statur mit blondem, kurzgeschnittenem Haar, gekleidet in ein kurzärmeliges Leinenhemd und eine abgetragene leinene Hose. Die Kleidung, ebenso wie der junge Mann selbst, wirkt ein wenig ärmlich, aber durchaus gepflegt und sauber. Der Blonde weist mit dem rechten Arm auf die "Nordstern" und spricht ein paar Worte zu dem Kutscher, der daraufhin nickt und den Wagen vor der Karavelle zum Stehen bringt - neben dem Gefährt des Pelzhändlers.

"Wartet noch'n Moment, es kümmert sich gleich jemand um den Kram",

weist er den Norbarden an und steigt dann ein wenig ungeschickt von dem Wagen ab.

Zielstrebig marschiert er auf Herrn Efferdstreu zu, um diesem mit zweifelndem Unterton zu vermelden:

"Der restliche Proviant ist eingetroffen, Herr Kapitän."


***************************************


Der Kapitän wirft noch einen um Entschuldigung und Verständnis bittenden Blick in Richtung des Pelzhändlers, und wendet sich dann Ankömmling zu.


"Das ist gut, Sören. Melde dich bei der ersten Offizierin, sie wird dir Leute geben, die das entladen."


Er will sich eigentlich wieder dem Pelzhändler zuwenden, doch dann merkt er, daß der Ansturm keinesfalls abreißt...



Sören nickt, sieht sich suchend um und murmelt dabei mehr zu sich

selbst:

"Ja wo...?" bis er sie dann schließlich entdeckt. Sodann marschiert er zu ihr hin, vermeldet ein wenig unsicher:

"Der restliche Proviant ist da, ich bräuchte da jemanden, der mir beim Verladen hilft." und sieht sie dann erwartungsvoll lächelnd an.



"Ah, gut. Hey ihr beide dort drüben" ruft sie zwei Matrosen entgegen, die sich wohl gerade darüber freuten für ein paar Sekunden nichts zu tun zu haben.

"Ihr verstaut das Essen sicher im Laderaum, und seid vorsichtig damit, ich möchte nicht gerne Kohldampf schieben."

Mit diesen Worten deutet sie die beiden in richtung Kutsche.



Der Blonde beobachtet die beiden leicht mißtrauisch, faßt mit an oder gibt Hinweise, wenn es nötig ist und verabschiedet die beiden Matrosen dann mit einem beiläufigen:

"Danke, das war's. Bis zum nächsten Mal!"

Ähnlich verfährt er mit dem norbardischen Kutscher, der daraufhin mit der Zunge schnalzt und sein Gespann vom Hafen fort lenkt. Sodann stellt er sich irgendwo an die Reling (Richtung See), wo er nicht stört und blickt gen Horizont.



Smirnoff


Smirnoff holt unter seinem Mantel einen Lederbeutel hervor.

"Hier bitte. Der Überschuß müßte für die eine oder andere Flasche Wein zum Abendessen reichen. Was dann noch übrigbleibt, ist für Euch und Eure Mannschaft"


Ohne die Antwort des Kapitäns abzuwarten, begibt sich der Norbarde Richtung Mast und hebt grüßend die Hand.

"Efferd zum Gruße, Frau Bootsmann. Mein Name ist Agor Smirnoff. Der Kapitän meinte, meine Ladung Pelz solle im Laderaum drei verstaut werden. Würdet Ihr das in die Hand nehmen?", fragt Smirnoff und setzt dabei sein charmantestes Lächeln auf, was aber etwas unter dem gewaltigen Schnauzbart verlorengeht.



Smirnoff und Nirka


Der Kapitän nimmt das Geld, daß der Händler ihm reicht, dankend entgegen. Er sieht, wie Smirnoff zu Nirka geht, und gibt ihr mit einem Wink zu verstehen, daß sie sich auch um sein Gepäck kümmern soll.

"Efferd zum Gruße", sagt sie. Gleichzeitig verzieht sie - kaum erkennbar - das Gesicht bei dem charmanten Lächeln ein wenig.

"He, ihr beide!"


Die angesprochenen Matrosen fahren zu der Bootsfrau herum, denn sie wissen, daß mit dieser nicht zu spaßen ist.

"Kümmert Euch um die Ladung der Kutsche dort unten. Sie kommt in den Laderaum drei. Ich werde in Kürze kommen, und das ganze kontrollieren."

Sie wendet sich wieder an den Pelzhändler.

"Ihr habt eine Einzelkabine, nicht wahr?"

Zumindest hat sie die Zeichen des Kapitäns so interpretiert.

"Darf ich Euch die Kabine zeigen, oder wollt ihr erst einmal hier oben an Deck bleiben?"


Sie winkt zwei weitere Matrosen heran, um sie mit dem Gepäck des Händlers zu beschäftigen, sobald sie weiß, wohin es denn nun soll.



Der Farbenprächtige


Ein wahrlich luftig gekleideter Mann schlängelt sich geschmeidig durch die Menge, betritt immer wieder ein Schiff, spricht mit dem Kapitän, schüttelt den Kopf und wendet sich wieder ab. Der Mann mißt an die neun Spann, hat violettes Haar und schwarze Augen. Seine Statur ist eher sportlich zu nennen als schmächtig. Seine Kleidung besteht aus bunter Seide, eine blaue Pluderhose und ein grünes Hemd, und ist über und über mit den Symbolen Hesindes, Phexens und Rahjas bestickt. Auf seinem Kopf trägt er einen Lederhut mit einer roten Feder. Gegen die Kälte schützt ihn ein lederner Umhang. In seiner rechten Hand hält er einen Stab, der von einer Güldenen Schlange umringelt wird, wobei der Kopf der Schlange auf dem oberen Ende des Stabes ruht. Und in einer roten Seiden schärpe, die ihm als Gürtel dient, steckt ein schrecklicher Dolch, genannt Ogerfänger.

Auf seinem Rücken trägt er einen ledernen Rucksack, der ziemlich schwer aussieht.

Da erblickt er die Preistafel der NORDSTERN, und es scheint sich ein kleiner Lichtschimmer in seine Augen zu schleichen. Er geht auf den Mann zu, der ihm am meisten nach einem Kapitän aussieht.

"Efferd zum Gruße, guter Mann, wie weit fahrt ihr? Und wieviel würde es kosten bis dahin?"


*************************************


Jergan sieht dem Pelzhändler noch hinterher, mit dem er gerne noch ein wenig freundlich geredet hätte, doch die Arbeit hat im Moment Vorrang, so daß er sich dem Neuen zuwendet. Er sieht den Mann ein wenig überrascht an. Hatte er nicht die Preise der NORDSTERN gerade studiert?

"Efferd zum Gruße! Dieses Schiff fährt nach Brabak, und die ganze Fahrt kostet..."

Er hält inne.


"Das kommt darauf an, wieviel Ihr ausgeben wollt. Wenn Ihr Euch mit dem Ladedeck begnügen wollt, sind es 5 D, 9 S. Wenn Ihr doppelt soviel investiert, könnt ihr unseren Gemeinschaftsraum auf dem Unterdeck benutzen, und für noch einmal das Doppelte könnt Ihr in einer Doppelkabine reisen."

Er sieht den Mann fragend an.



Nach einiger Zeit des Überlegens redet Larian weiter.

"Gut, ich reise mit bis nach Brabak und nehme eine Doppelkabine. Das macht nach meiner Rechnung ca. 25 Dukaten. Ich hoffe ihr nehmt auch Geldscheine der Nordlandbank."


Er setzt seinen Rucksack ab, wühlt etwas darin und zieht einen Zettel heraus auf dem 25 Dukaten steht und das Siegel der Nordlandbankabgedruckt ist. Diesen Zettel hält er dem Kapitän entgegen.



Der Kapitän verzieht das Gesicht kurz.

"Mit der Nordlandbank haben wir kein Problem. Aber unsere beiden Doppelkabinen sind schon je zur Hälfte belegt."


Er sieht sich kurz um und weist dann auf den Barden und den Jäger.

"Ihr könnt aber diese beiden fragen, ob sie die Kabine mit Euch teilen wollen."



"Nun gut ich werde die beiden fragen. Hier."

Damit reicht Larian dem Kapitän das Wertpapier und geht auf die beiden Anderen zu.


'Oh sie sind gerade in ein Gespräch verwickelt, da werde ich wohl warten müssen bis ich an der Reihe bin.'

Larian stellt sich neben die Beiden und wartet bis sie auf ihn aufmerksam werden.



Smirnoff und Nirka


Der Kapitän nimmt das Geld, daß der Händler ihm reicht, dankend entgegen. Er sieht, wie Smirnoff zu Nirka geht, und gibt ihr mit einem Wink zu verstehen, daß sie sich auch um sein Gepäck kümmern soll.

"Efferd zum Gruße", sagt sie. Gleichzeitig verzieht sie - kaum erkennbar - das Gesicht bei dem charmanten Lächeln ein wenig.

"He, ihr beide!"

Die angesprochenen Matrosen fahren zu der Bootsfrau herum, denn sie wissen, daß mit dieser nicht zu spaßen ist.

"Kümmert Euch um die Ladung der Kutsche dort unten. Sie kommt in den Laderaum drei. Ich werde in Kürze kommen, und das ganze kontrollieren."

Sie wendet sich wieder an den Pelzhändler.

"Ihr habt eine Einzelkabine, nicht wahr?"

Zumindest hat sie die Zeichen des Kapitäns so interpretiert.

"Darf ich Euch die Kabine zeigen, oder wollt ihr erst einmal hier oben an Deck bleiben?"

Sie winkt zwei weitere Matrosen heran, um sie mit dem Gepäck des Händlers zu beschäftigen, sobald sie weiß, wohin es denn nun soll.



"Ihr habt eine Einzelkabine, nicht wahr?"

"Richtig. Der Kapitän sagte, Ihr hättet noch eine frei."

"Darf ich Euch die Kabine zeigen, oder wollt ihr erst einmal hier oben an Deck bleiben?"

"Ich würde gerne zusehen, wie meine Pelze verstaut werden."



Nirka nickt langsam.

"In Ordnung. Ihr könnt auch gerne mit in den Laderaum kommen, wenn Ihr möchtet."

Im Grunde ärgert sie sich aber, daß er die Arbeit beaufsichtigen will, auch wenn sie ein wenig Verständnis dafür hat.

Sie treibt die beiden Matrosen ein wenig an, die inzwischen das Schiff verlassen haben und die Ladung von der Kutsche zum Schiff transportieren.

Da der Händler zusieht, und sie sich nicht mit der Langsamkeit ihrer Matrosen blamieren will, greift sie schließlich selbst wieder mit zu und nimmt alles entgegen, was die beiden ihr nach oben bringen.

Vorerst wird alles auf dem Deck - vorsichtig - aufgestapelt. Bis es nach unten kann, wird noch ein wenig dauern, da die Ladeluke vorerst noch für das Verstauen des Proviants benötigt wird.

Nirka sieht aus dem Augenwinkel eine weitere Kutsche und erkennt den Mann, der zu Fiana gegangen ist.

'Auch das noch. Noch mehr Kram, der nach unten muß. Da werden wir das hier wohl zwischenschieben.'

Sie unterbricht während dieser Gedanken die Arbeit nicht - und Nirka ist sehr kräftig und sehr effektiv in ihrer Arbeitsweise.



"Vielen Dank."

Smirnoff packt zwar selbst nicht mit an, achtet aber darauf, nicht im Weg zu stehen und gibt ab und zu recht fachmännische Anweisungen. Er scheint dies nicht zum ersten Mal zu machen.



Babo dienstbereit


Babo hat Fiana faßt erreicht, als er beschließt erst seinen Seesack wegzubringen. Also benutzt er den Niedergang beim Fockmast und geht dann in den steuerbord gelegenen Mannschaftsraum. Dort grüßt er als erstes einen anderen anwesenden Matrosen und verstaut dann den Seesack in der Truhe, die er sich vor knapp einem Götterlauf selbst gekauft hat.

''Ordentlich einräumen mach ich bei Dienstwechsel.'

Danach begibt er sich wieder aufs Oberdeck und hält wieder auf Fiana zu.



"Ah Babo, gut das du zurück bist, hier geht es langsam rund." über Fianas Gesicht zieht sich ein erleichterter Blick, mit Babo ist einer der alten Hasen zurück an Bord. Die arbeiten noch freiwillig, ohne ständige Ermahnungen.

"Kümmere dich um das Ordnungsgemäße Erscheinungsbild der Messe die Passagiere werden bald dort auftauchen und ich will nicht das sie über sachen Stolpern die dort nicht hingehören. Und wenn du etwas findest ziehe demjenigen der dafür verantwortlich ist sie Ohren lang. Ich muß mich jetzt wieder um die Leute kümmern"



Babo lächelt noch über Fianas begrüßenden Gesichtsausdruck, da wird er schon mit Anordnungen überhäuft. Trotzdem nickt er eifrig und geht schleunigst über den Niedergang beim Großmast zur Messe. Dort sieht er sich erstmal gründlich um.

'Sieht doch ganz sauber aus... was is das?!...' Er geht zu einem der Tische , bückt sich und holt einen seltsamen, wahrscheinlich ehemals weißen aber jetzt dreckig-grauen, schmierig-schmutzigen Lappen unter dem Tisch hervor. Erst betrachtet er ihn mißtrauisch, dann hebt er ihn an die Nase und schnüffelt kurz... und dann verdreht er zunächst die Augen, bläst die Backen auf, rennt den Aufgang wieder empor und schmeißt das eklige Ding so weit es geht (und das ist ziemlich weit, bei Babos Figur) aufs Meer hinaus. Wem dieses Ding gehört, will er gar nicht wissen. Jetzt wird er sich der Tatsache bewußt, daß er das Ding mit der linken Hand berührt hat.

Also steht er jetzt an der Reling, den Blick Richtung Meer, und schaut mit ekelverzerrtem Gesicht auf seine vor sich ausgestreckte linke Hand.



Der Barde


Nachdem der Barde seine wenigen Besitztümer verstaut hat, blickt er sich noch kurz sinnend in der Kabine um.

'Hmm, was mache ich jetzt? Ich könnte hier bleiben und warten, bis vielleicht ein Mitbewohner kommt, oder ich gehe nach oben.'

Kurz entschlossen schnappt er sich dann eine seiner roten Hosen und wirft sie auf das Bett, das er sich ausgesucht hat. Anschließend verläßt er die Kabine, schließt sie ab und geht zum nächsten Aufgang, wobei er noch einen kurzen Blick in die Kombüse daneben wirft. Auf dem Deck angekommen, stellt er sich an die Reling und sieht dem Treiben auf dem Schiff zu, wobei er versonnen vor sich hin lächelt.



Firutin im Zweifel


Firutin steht noch immer an der Reling und hat nicht die leiseste Ahnung was er machen soll. Er steht einfach nur da und guckt die Leute an. Die die unten stehen und die die neu auf das Schiff gekommen sind.

Außerdem macht er sich ein paar sinnlose Gedanken über die Leute und das Seereisen:

'Hmm, sind ja noch recht wenige Leute da. Nur die Besatzung und ein paar Händler. Oh ach ja da steht ja auch noch dieser Barde. Was grinst er den so feist in die Gegend? Hmm, wahrscheinlich weil er sich über irgendwas freut oder er ist einfach gut gelaunt. Naja was könnte ich nur machen? Mit der Besatzung unterhalten? Geht nicht die haben zuviel zu tun. Mit jemand anderem reden? Geht nicht keiner da bis auf diesen Barden, aber naja. Überhaupt haben mich die meisten Leute alle recht argwöhnisch angesehen. Ob die irgendwas gegen mich haben? Man wird sehen. Und es werden sicher noch mehr Leute kommen. Einige von den netten weiblichen Gestalten von da unten könnten ruhig eine weile mitfahren.'


Bei diesen Gedanken lächelt er kurz schelmisch.

'Aber vielleicht stimmt es ja was man bei uns in Firunen über das Seefahren sagt. Das nur Männer mitfahren. Bis jetzt stimmt das ja auch. Nur diese beiden Frauen da drüben. Und die gehören zur Besatzung. Ich werde sicher einiges zu erzählen haben über diese Fahrt. Nur stellt sich jetzt wieder die Frage: Was soll man tun?'

Mit diesen Gedanken dreht er sich um und beobachtet das Treiben an der Ladelucke.



Der Holberker


Man sah dem etwa 23 Götterläufe alten Holberker deutlich an, daß er Angst hatte. Die Leute im Hafen sahen ihn verächtlich an. Vereinzelt konnte er Beschimpfungen und Drohungen verstehen. In seiner näheren Umgebung sagte jedoch niemand etwas. Lag es an seinen fast 2 Schritt Größe? Oder an dem geschulterten Langbogen und der Orknase, die in seinem Gürtel steckte?

Obwohl sein Vater als Offizier in der Stadtgarde gedient hatte und in der Gesellschaft sehr beliebt gewesen war, wurde er mit Abscheu und Haß behandelt.

Das Feuer vor zwei Monden hatte alles noch schlimmer gemacht. Seit seine Eltern tot waren und er ein verkrüppeltes Bein hatte, fühlte er sich wie ein Aussätziger. Manchmal wünschte er sich, er wäre auch verbrannt.

Mit einem Kopfschütteln reist sich Arve von seinen düsteren Gedanken los und betrachtet die Nordstern. Ein stolzes Schiff, soweit er das beurteilen konnte. Er war nie ein großer Freund von Schiffen gewesen. Doch jetzt war es die einfachste und schnellste Art diese Stadt zu verlassen. Entschlossen steigt er auf eine der Planken die zum Schiff führen.

"Herr Kapitän, darf ich mit euch reisen und diese unfreundliche Stadt hinter mir lassen? Ich würde gerne in der Gemeinschaftskabine bis nach Brabak fahren. Ach ja, ich vergaß meinen Namen zu nennen. Ich heiße Arve Algirson."


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Da Ottam sieht, daß der Kapitän momentan beschäftigt ist, wendet er sich an den Holberker:

"Kommt hierher" ruft er dem Mann zu. "Wie möchtet ihr den Reisen ?" dabei deutet er auf die Tafel mit den Preisen. Er bemüht sich Freundlich zu Sprechen, was ihm auch recht gelingt 'Geld ist Geld' denkt er sich.



Arve wendet sich dem Mann zu, der ihm gerade gerufen hatte.

"Offensichtlich ein Magier" denkt er sich und tritt zu ihm.

"Meine Verehrung, euer Magnifizenz." spricht er den Mann an.

Im Stillen denkt er sich: "Hoffentlich habe ich die korrekte Anrede gewählt. Diese Gelehrten sollen ziemlich auf eine korrekte Anrede fixiert sein."

Laut fügt er hinzu:

"Meine Name ist Arve Algirson und ich will in der Gemeinschaftskabine bis Brabak reisen. Mit wie vielen werde ich denn die Kabine teilen?"



"Das ist noch nicht abzusehen, bisher seid ihr der erste. Aber ihr werdet sicher noch Gesellschaft bekommen. Insgesamt ist die Kabine für acht Personen ausgelegt." er macht eine kaum bemerkbare Pause und sagt:

"Das macht dann 11 Dukaten 8 Silber und 4 Heller"



Der Barde und der Jäger


Der Barde steht eine Weile nur da und sieht dem Treiben auf dem Schiff zu. 'Es ist doch jedesmal ein recht lustiger Anblick, anderen beim Arbeiten zuzusehen. Diese beiden Frauen scheinen ja recht gut zupacken zu können. Naja, mal sehen, wie sie sich verhalten, wenn ich sie mal anspreche.' Suchend streift sein Blick über das Schiff, gerade tritt ein Holberker an den Kapitän heran und verlangt eine Überfahrt. Als der Barde dies bemerkt, heben sich kurz seine Augenbrauen, aber dann huscht wieder das allgegenwärtige Lächeln über sein Gesicht.

'Diese Gestalt, scheint interessant zu sein, ich werde mich wohl später mal mit ihm unterhalten.'

Als letztes betrachtet er den Mann, der aussieht, als ob er gerade aus dem Wald kommt. 'Hmm, ich wollte doch schon länger einmal eine Ballade über die Schönheit der Natur dichten. Mir scheint, daß dieser Mann sich in diesen Belangen gut auskennt.'

Kurz entschlossen rafft er sich auf und geht zu dem Jäger hin, den er sogleich freundlich begrüßt:

"Rahja mit Euch, werter Mann!"



Aus seinen Gedanken gerissen blickt er dem Barden direkt ins Gesicht. Das Lächeln des Barden irritiert den Jäger dabei sehr. Es ist so undurchschaubar. Wahrscheinlich nur eine Eigenart der Barden. Aus seiner Verwirrung sich zusammenreißend freut sich Firutin das er endlich etwas zu tun hat.

"Danke, Hoffentlich!"

Dabei grinst er, wobei der Barde nicht wissen kann was Firutin vorhin erst noch über Rahja gedacht hat.

"Und Firun mit euch. Doch sagt, was kann ich für euch tun?"

Bei dieser Frage ist er in Gedanken schon heftig am denken was sich hinter diesem verflucht undurchsichtigen Grinsen des Barden verbirgt. Ob er ihn danach fragen soll? Lieber nicht, denkt er sich. Es wäre eine genau so gute Frage wie wenn der Barde den Jäger fragen würde, warum ist ihr Hemd schwarz.



Etwas neugierig mustert der Barde den Mann vor sich, dann antwortet er schließlich:

"Ihr scheint ein Mann der Wälder zu sein, oder irre ich mich da?"

"Ich habe nämlich vor ein Lied zu schreiben, ein Lied über die Schönheit der Natur, und da wärt Ihr sicher eine ausgezeichnete Quelle von Geschichten."



Der Schiffsjunge


Alrik bleibt kurz am hinteren Ende des Laderaums stehen und beobachtet, wie die Matrosen unter den Anweisungen des 2. Offiziers die Fracht verladen. Gutgelaunt, immerhin hat er eben gerade einen Heller ergattern können, tritt er näher hinzu. Der Heller ist inzwischen natürlich tief in der einzigen noch heilen Tasche der zerfransten Leinenhose verschwunden.

'Vielleicht hätte ich doch besser auf Deck bleiben sollen,' denkt er bei sich, 'dort sind die zahlenden Gäste und so mancher möchte vielleicht noch zu seiner Kabine geführt werden.' Ein Grinsen huscht über sein Gesicht.

Aber da er nun schon mal hier unten ist, kann er sich nicht einfach so unentdeckt aus dem Staub machen. Daher ergreift er die Flucht nach vorn und spricht den Offizier an:

"Soll ich hier helfen?"

Dabei deutet er mit der rechten Hand auf einen arbeitenden Matrosen, der gerade ein besonders schweres Bündel entgegennimmt - viel zu schwer für einen Schiffsjungen. Mit der Linken fährt er durch sein schwarzes Stoppelhaar, das einen eher abenteuerlichen Haarschnitt aufweist. Die Haare sind zwar alle recht kurz geschoren, haben aber trotzdem unterschiedliche Längen und stehen dank unzähliger Wirbel wirr in alle Richtungen ab. Aber immerhin kann er so durch das Haare Raufen auch keinen größeren Schaden mehr anrichten. Der Knabe mag zwölf oder dreizehn Götterlaufe zählen, ist aber noch nicht so in die Höhe geschossen, wie andere Jungen in seinem Alter. Im Ganzen scheint er gar nicht so in das allgemeine Bild der überwiegend nordländischen Besatzung zu passen, zu klein ist er im Vergleich zu den nordischen

Hünen, zu dunkel ist sein Haar und gutgebräunt seine Haut, nicht so wie bei den sommersproßigen, erst blassen und dann sonnenverbrannten Nordländern. Das Einzige, was im Widerspruch zu dem südländischen Typ steht, sind seine grünen Augen, die nunmehr in Erwartung einer Antwort auf den 2. Offizier gerichtet sind.


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Thorben Hjalmarson, der an die zwei Schritt große Thorwaler, mustert den Knaben kurz, dann schüttelt er den Kopf.

"Nein, Junge. Geh nach oben - du machst dich nützlicher, wenn du Reisenden ihre Kabinen zeigst und ihnen beim Gepäck hilfst, als wenn du hier mit hilfst."

Er grinst dabei ein wenig - schließlich weiß er, was für eine Chance er dem Jungen damit gibt.



Das war die Antwort, die Alrik sich erhofft hatte.

"Mach ich," erwidert er rasch und spurtet im nächsten Moment schon dem Aufgang zum Oberdeck entgegen. Oben angekommen, schaut er sich kurz um. Dann marschiert er mit zügigen Schritten auf die Leute an der Planke zu.



Der kleine Zwerg und das große Faß


Jergan nickt zu den Worten Larians, nimmt das Wertpapier entgegen, das er sogleich sorgsam in seiner Tasche verstaut, und wendet sich dann wieder den Leuten zu, die an Bord kommen wollen.


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Während von den angekommenen Kutschen noch die Waren abgeladen werden, schlängelt sich durch die Menge von Pelzen ein Bierfaß. Es ist tatsächlich ein Bierfaß, daß sich hier auf die Reling zubewegt, und auf

den zweiten Blick kann man auch noch Füße darunter entdecken. Die Füße sind bedeckt mit schweren, beschlagenen Stiefeln. Dieses Faß bewegt sich immer in Richtung Deck. Am Deck angekommen löst sich das Faß von seinem Rumpf und es kommt ein pelzbehangenes, mit blonden, struppigen Haaren bedecktes etwas, sprich ein Zwerg zum Vorschein. Dieser Zwerg stützt sich an seinem Bierfaß ab und orientiert sich wo er sich für die Fahrt anmelden kann. Der Zwerg richtet sich zu seiner vollen Größe von etwa 7 Spann auf. Nun sieht man auch seine Kleidung. Er trägt einen wirklich abgetragenen Lederwams, darunter lugt ein Kettenhemd hervor. Seine Arme sind mit Lederzeug verstärkt, und auch seine Hände sind durch Nieten verstärkte Handschuhe versteckt. Er hat einen Umhang aus einem silbrigen Fell eines Wolfes dessen Schädel dem Zwerg auch als Kapuze dienen kann. In seinem Gürtel steckt an der linken Seite mit dem Blatt nach oben ein Lindwurmschläger, und an der rechten Seite ein Wurfbeil. Unter dem Umhang lugt seitlich auch noch ein Lederranzen hervor. Wie er den Kapitän entdeckt drängt er sich durch zu ihm, streckt ihm freundlich grinsend die dreckige Hand entgegen.

"Ingerimm zum Grusche, Igen Sohn des Ingrisch mein Name. Ich möchte auf ihren Kahn mitfahren. Bisch nach Grangor. Isch hoffe Schie machen auch in Havena einen kurzen Schtopp. Da brauch ich noch wasch. Komfort brauch ich keinen ich nehm' ne Gemeinschaftskabine."


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Der Kapitän mustert den Angroschim ein wenig neugierig, aber er ergreift die dargebotene Hand ohne jedes Zögern.

"Willkommen an Bord der NORDSTERN. Wir werden in Havena anlegen, und wir können Euch nach Grangor mitnehmen. Das macht dann..."

Er rechnet kurz, und nennt dann die Summe.


"Die Gemeinschaftskabine ist... ALRIK!"

Der Kapitän sieht, daß der Gerufene ganz in der Nähe ist.

"Zeige dem Herren die Gemeinschaftskabine!"



Nirka grübelt


Die Bootsfrau reicht ein Paket nach unten, dann tritt sie einen Schritt zurück und widmet sich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe - nämlich der Aufsicht über die Matrosen, die hier am Verladen sind.
Kurze Blicke streifen auch den Kai und die an Bord kommenden Leute. Zu ihrer großen Enttäuschung ist nicht eine einzige Frau auf das Schiff gekommen - alle Passagiere sind Männer.

Aber die Fahrt ist ja noch weit - und bis Brabak mag es noch viele Häfen geben...

Nirkas Augen ruhen etwas zufriedener auf den Matrosen, denn die Anwesenheit von ihr und Fiana trägt doch erheblich zur Arbeitsleistung bei.



Zwerg und Holberker


"Gut. Hier habt ihr das Geld."

Mit diesen Worten beginnt Arve in seiner Geldkatze zu wühlen. Langsam sucht er die genannte Summe zusammen und hält sie dem Magus entgegen. Von der Seite hört er wie der Kapitän sagt:

"Zeige dem Herren die Gemeinschaftskabine!"

Arve blickt sich um und entdeckt einen Vertreter des kleinen Volkes.

"Mir scheint dieser Zwerg ist mein erster Mitbewohner. Erlaubt wenn ich euch jetzt verlasse und mich zu diesem Herrn geselle. So kann uns jemand die Kabine zeigen und muß den selben Weg nicht zweimal laufen."



"Habt Dank" sagt Ottam während er das Geld einsteckt. "Ihr habt recht Alrik wird euch und den Herrn dort drüben gemeinsam begleiten"

Daraufhin dreht er sich um und ruft:

"AAALLLRIK"

Daraufhin bemerkt er das Alrik gar nicht so weit weg ist und sagt:

"Alrik, zeige den beiden Herrschaften die Gemeinschaftskabine" dabei deutet er auf den Mann vor sich und den Zwerg beim Kapitän.



Alrik grinst, als er gleich von zwei Seiten lautstark herzitiert wird. Man kennt es ja nicht anders.

"Bin schon da...," meint er nur und nickt dem Kapitän und dem Magus zu. Dann richtet er das Wort an die neuen Passagiere.

"Efferd zum Gruße, Herr Zwerg und Herr... ähm, ja."

Verstohlen mustert Alrik den Holberker. Nach kurzer Pause redet er aber mit geschäftstüchtiger Freundlichkeit weiter:

"Dann werd' ich die Herren jetzt mal zu der Gemeinschaftskabine führen."

Alrik deutet auf das Faß des Zwergen. "Das soll mit in die Kabine, nich'? Oder wollt Ihr's im Laderaum einlagern lassen?"



Arve tritt auf den Zwerg zu und streckt ihm mit einem freundlichen Lächeln die rechte Hand entgegen.

"Guten Tag. Meine Name ist Arve Algirson. Wir werden wohl die nächste Zeit in einer Kabine verbringen. Wie weit fahrt ihr denn? Ich bleibe bis Brabak auf diesem Schiff."



"Wasch scholl heischen in den Laderaum dasch ischt mein Handgepäck! Schlieschlich weisch man ja nicht wasch einen auf einem Schiff allesch angeboten wird. Wenn ich dich aber scho anschaue musch ich dasch Fasch wohl schelber runtertragen.

Zu Arve:

"Esch wird schich wohl nicht vermeiden laschen, dasch wir beide die Kabine teilen. Scho lange ihr eure Finger von meinen Schachen lascht, werden wir schicherlich gut miteinander auschkommen."

Mit einem doch eher argwöhnischen Blick sieht er zu Arve auf. Schließlich hat er noch nie so jemanden gesehen. Und als ersters schlägt seine Goldgier (und Angst um sein eigenes) die Neugier.

"Gut mein Junge, äh Alrik, gehen wir"



Etwas enttäuscht sieht Arve nach unten. Dabei sah der Zwerg so sympathisch aus. Aber daran ist er schon gewöhnt. Vielleicht entwickelt sich ja während der Reise eine Art Freundschaft.

Schweigend wartet Arve darauf, daß sich der Schiffsjunge und der Zwerg in Bewegung setzen.



"Hmmm." Alrik schaut noch einmal auf das Faß des Zwergen

.'Das fasse ich jetzt lieber nicht an, so besitzergreifend, wie der ist.'

Statt dessen wendet er sich dem Niedergang beim Großmast zu: "Folgt mir bitte."

Unten angekommen, wendet er sich zur linken Seite, wo sich auch schon die Gemeinschaftskabine befindet. Er macht die Tür auf.

"Da wären wir."



Und wieder Smirnoff


Nachdem Smirnoff sichergestellt hat, daß seine wertvollen Pelze ordnungsgemäß verstaut wurden und auch das große flache Paket zuoberst liegt, begibt er sich wieder auf das Oberdeck.

'Na, das füllt sich ja allmählich', denkt er, als er die Neuankömmlinge bemerkt. 'Und was für abenteuerliche Gestalten.'

Den neuen Fahrgästen grüßend zunickend hält er zielsicher auf den Kapitän zu.

"Euer Schiff scheint ja sehr begehrt zu sein, Herr Kapitän. Die Leute scheinen es eilig zu haben, aus dieser schönen Stadt wegzukommen. Nun ja, der Winter ist nicht mehr weit, und wer dem Klima nicht gewachsen ist ... Ihr wolltet mich noch einmal sprechen?"



Der Kapitän stellt - fast ein wenig überrascht - fest, daß er plötzlich wieder Zeit hat - und da kommt auch schon der Pelzhändler zu ihm.

"Unsere Preise sind recht günstig, denke ich. Und wir fahren recht weit. Ist Euere Ladung zu Euer Zufriedenheit verstaut?"



"Ja, Eure Mannschaft hat gute Arbeit geleistet. Was bin ich Euch eigentlich für den Transport der Ladung schuldig?"



"Für den Transport..."

Der Kapitän überlegt kurz, dann schüttelt er den Kopf.

"Das besprecht besser mit dem Magus. Er steht diesen Dingen näher."

'Und er hat ein Interesse daran, daß es richtig gemacht wird.'

Er zeigt auf Ottam.

"Aber eilig ist es nicht - wir laufen ja nicht sofort aus. Und bezahlen braucht Ihr es erst, wenn Eure Ladung am Ziel angekommen ist - wir haben ja die Ladung als Sicherheit."



"Nun gut, wenn es keine Eile hat. Dann bespreche ich die Angelegenheit mit Ottam, wenn es etwas weniger hektisch zugeht."


"Dann werde ich mir mal meine Kabine ansehen. Ist mein Gepäck schon dort?"



Der Kapitän sieht sich kurz um.


"Sollte es, ja. Wenn der Schiffsjunge wieder oben ist, wird er Euch Eure Kabine zeigen."



Jergan wartet noch auf die Antwort des Pelzhändlers, als seine Augen den Schiffsjungen erblicken.


Ein - diesmal nicht so lautes - "ALRIK!" und ein Wink mit der Hand sind die unmittelbare Folge, ohne daß er sich von seinem Gesprächspartner abwendet.



Der Barde und der Jäger


"Nun, das ist war."

Firutin bemerkt den neu hinzugekommenen Mann, doch er ignoriert ihn, weil er sich nicht vorstellen kann das dieser zu ihm will. Er denkt er möchte mit dem Barden sprechen also rührt er sich nicht.
"Also, über was genau wollt ihr singen? Über die Tiere, die Natur? Fragt mich genau und ich werde euch so gut ich kann eine Antwort geben."
Nun bemerkt Firutin aus den Augenwinkeln den neu angekommenen Zwerg. 'Was hat der Barde vorhin noch gesagt? Rahja sei mit euch oder so?!? Sieht nicht so aus. Es scheint wirklich zu stimmen das nur Männer auf die Seefahren. Schade.'
Er blickt den Barden fragend an.


"Ich habe vor ein Lied zu schreiben, das davon erzählt, wie schön die Natur ist. Es soll eine Lobeshymne werden. Vielleicht erwähne ich auch die stolzen Männer des Waldes, die mir dabei helfen.", sagt der Barde und bei den letzten Worten zwinkert er dem Mann zu. Er bemerkt den Mann der dazu getreten ist, wartet aber noch die Antwort des Jägers ab, bevor er sich ihm zuwendet.



Beim Augenzwinkern des Barden lächelt Firutin. Doch er meint dann schließlich:

"Soll ich jetzt hier aus dem Stehgreif irgend etwas erzählen? Tut mir leid ich bin kein Barde. Doch ich würde ihnen gerne etwas erzählen. Nun ich glaube das es auf dem Schiff sowas wie gemeinsame Mahlzeiten gibt . Dabei könnten wir näher auf das Thema eingehen."


Er bemerkt die junge Matrosin die auf das Schiff gekommen ist. 'Hmm, Eine Frau. Das ist wahrlich eine Seltenheit auf diesem Schiff. Naja aber sie gehört zur Besatzung. Ich glaube dadurch sind längere Unterhaltungen nicht möglich. Aber die Reise ist lang.'



Babo wühlt noch immer


Nach einer Weile hat Babo seine Fassung wieder gefunden und dreht sich um. Sofort fällt sein Blick auf den Angroscho:

''Die kommen doch sonst nicht auf Schiffe. Wer weiß, was den zur Benutzung eines Schiffes treibt. Am Besten ich spreche Fiana mal drauf an. Überhaupt haben wir recht seltsame Gäste..."

Dann wird er sich wieder seiner stinkenden Hand bewußt:

'Wo ist denn hier mal ein Eimer... ah, da.' Sofort eilt er zu dem Eimer und stellt erfreut fest, daß schon ein Strick daran befestigt ist. Also läßt er den Eimer ins Meer hinab und holt ihn gefüllt wieder nach oben. Er wäscht seine Hand gründlich ab und stellt wiederum erfreut fest, daß der Geruch fast vollkommen verschwunden ist.


Nach einigem Überlegen schnappt er sich den Eimer, sucht sich noch einen Schrubber, den er einem Matrosen entwendet, der ihn gerade kurz abgelegt hat, um mit einer Matrosin zu flirten, und rennt dann schnell den Niedergang hinunter, um vom Bestohlenen nicht doch noch erwischt zu werden.


Unten angekommen geht er wieder in die Messe und fängt sogleich an, den Boden gründlich zu schrubben. Nachdem er damit fertig ist, entfernt er den Lappen vom Schrubber und putzt jeden Stuhl und jeden Tisch feinsäuberlich damit ab.



Nachdem alles vom nassen Schrubber feucht glänzt, stütz Babo seine Hände in die Seiten und betrachtet sein Werk.

'Das ging ja schneller, als erwartet.'

Babo hebt nochmals seine Hand an die Nase und schnüffelt:

'Wenn ich den erwische!!'

Dann nimmt er Eimer und Schrubber wieder an sich und geht an Deck, dabei macht er den Umweg über den Aufgang beim Fockmast.


Oben angekommen, verstaut er den Schrubber so, daß man ihn vom hinteren Teil des Schiffes nicht sehen kann. Dann packt er den Eimer und kippt dessen Inhalt mit einem Ruck ins Meer. Danach stellt er auch diesen in eine Ecke und geht wieder zu Fiana.



Das neue Besatzungsmitglied


Eine junge Frau biegt aus einer Seitenstrasse auf das Hafengelände ein. Sie ist groß und wirkt schon auf den ersten Blick erstaunlich kräftig. Die kurz geschnittenen blonden Haare stehen ein wenig wirr in verschiedene Richtungen ab. Zu der Lederhose trägt sie ein weites Hemd und darüber eine kurze Jacke, ebenfalls aus Leder. Sie sieht sich kurz um, erkennt aber schnell das richtige Schiff und eine ihr bekannte Person. Schwungvoll wirft sie sich ihren Seesack auf den Rücken und geht zielstrebig auf die Nordstern zu.

"Ho, Fiana", ruft sie schon aus etwa 10 m Entfernung. "Ich hoffe, ich komme nicht zu spät?"


*******************************************


Fiana bemerkt die junge Frau schnell und ruft "Komm her zu mir!"

Nachdem die Junge Frau auf dem Schiff ist gehen beide in richtung des Kapitäns. Dort angekommen wendet sich Fiana an den selbigen.

"Hier Kapitän, das ist die neue Matrosin von der ich euch berichtet habe, sie ist noch recht jung, kann aber ordentlich zupacken. Aber das habe ich euch ja bereits berichtet. Ihr Name ist Sigrun Persdotter".



"Zu Euren Diensten, Herr Kapitän". Sigrun verbeugt sich leicht vor ihm.

"Ich hoffe, Ihr werdet von Fianas Wahl nicht enttäuscht sein."



Die Bootsfrau merkt auf ....


Die Bootsfrau späht ein wenig neugierig zum Kapitän und den Leuten an der Planke hinüber, als sie sieht, daß die neue Matrosin eintrifft.

'Vielleicht wird die Fahrt ja doch nicht so langweilig.'

Nirka weiß jedoch, daß sie vorsichtig sein muß - in diesem Fall noch viel mehr als in anderen. Unauffällig beobachtet die Viertel-Nivesin aus den Augenwinkeln weiter.



...und der Kapitän grüßt.


Der Kapitän, der das Gespräch mit dem Pelzhändler bezüglich Bezahlung an Ottam weitergereicht hat, wendet sich den beiden Frauen zu. Kurz kramt er in seinen Gedanken nach dem Gespräch, daß die Erste erwähnt, dann nickt er. Er reicht Sigrun die Hand.

"Willkommen an Bord der Nordstern! Möge Efferd dir stehts beistehen."



"Er sei auch mit Euch und Eurem Schiff", antwortet Sigrun dem Kapitän. Dann wendet sie sich wieder Fiana zu:

"Ich würde gern erstmal meine

Sachen in den Mannschaftsraum bringen, soll ich dann gleich mit anfassen oder eine spätere Schicht übernehmen?"



"Ay, Käpt'n." Alrik folgt dem Wink Jergans und tritt näher. "Efferd zum Gruße, ich bin Alrik," stellt er sich dem Händler und der neuen Matrosin gegenüber vor.



"Vielen Dank."


Während sie noch auf Alrik warten, fragt Smirnoff:

"Wann legen wir eigentlich ab?"



Der Smutje beobachtet ...


Überrascht wendet der Smutje sich von der See ab und der Rufenden zu. Neugierig mustert er sie, während sie näher kommt.

Auch während des Gesprächs mit dem Kapitän beobachtet Sören sie weiterhin interessiert; da er neu auf dem Schiff (und in der Seefahrt überhaupt) ist, hat er sich vorgenommen, besonders gut auf den Umgang seiner Kameraden miteinander zu achten, um eventuell etwas daraus zu lernen.



Igen und Alrik


Der Zwerg besieht sich den Raum und stellt mit Freunde fest, daß von den sechs Plätzen vorerst nur zwei besetzt sind. Zielstrebig geht er in die Kammer und nimmt sich den Schlafplatz in der rechten Ecke. Dort angekommen stellt er sein Faß ab und holt seinen Lederranzen von seinem Rücken. Der Zwerg beginnt in seinen Lederranzen zu kramen dreht sich dann um und ruft:

"ALRIK - hier fang"

Der Zwerg wirft den Jungen einen Kreuzer zu.

"Frag mal den Schmutje um das Eschen. Ich hoffe esch gibt wasch deftigesch, schließlich scholl dasch Bier auch schmecken. Schag mir dann bescheid."

Der Zwerg dreht sich wieder um und bereitet sein Bett vor. Er nimmt seinen Fellumhang ab, und rollt ihn zusammen. Danach legt er die Rolle aufs Lager. Anschließend holt er aus seinen Ranzen ein festes Seil, und

knotet ihn damit fest mit dem Fell und dem Lager zusammen.



Alrik fängt das Geldstück mit der Rechten auf und schon wandert der Kreuzer in seine Hosentasche und leistet dort dem Heller Gesellschaft.

"Danke," freut sich Alrik. Auf des Zwergen neue Aufträge hin nickt er:

"Aye, mach' ich sofort."


Bevor er geht, richtet er das Wort kurz an den Holberker:

"Eine feste Lagervergabe gibt es hier nicht, sucht Euch einfach einen Platz aus, ganz wie's Euch beliebt. Wenn Ihr noch was braucht, meldet Euch ruhig. Jetzt muß ich weiter."

Sagt's und verschwindet den Gang hinunter.


Vor der Küchentür hält er kurz inne. 'Ob der neue Smutje schon da ist?' Alrik öffnet die Tür und schaut herein. Keiner drin. 'Komisch. Gibt's heut' nix zu Essen?' Ein Knurren aus Alriks Magengegend deutet an, daß es an der Zeit wäre, vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

Kurz entschlossen öffnet er die Kiste mit dem Schiffszwieback und greift sich einen für den Weg heraus. Mümmelnd und eine leichte Krümelspur hinterlassend, schließt der die Kiste und verläßt dann die Küche. Bis er auf dem Oberdeck ankommt, hat er die Reste des Mundraubs vertilgt. Dort schaut er sich nach weiterer Arbeit um.



Arve sieht sich in der Gemeinschaftskabine um und brummt vor sich hin:

„Na ja, besonders luxuriös ist es ja nich' gerade, aber mehr kann ich mir eben nicht leisten.“

Zielstrebig steuert er eine Koje in der linken Ecke an. Vorsichtig betastet er seinen Schlafplatz. Hart und unbequem. Aber wenigstens lang genug. Mit einem kurzen Blick auf den Zwerg denkt er sich:

„Für den da ist das wohl kein Problem.“

Nachdem er seine paar Habseligkeiten auf bzw. unter dem Bett plaziert hat, geht er den Weg zurück an Deck .Oben angekommen beobachtet er das stetig zunehmende Treiben an Bord. Er schaut sich um und sucht Alrik. Er war vorher so in Gedanken versunken, daß er vergessen hatte ihm eine Belohnung zu geben.



Die Zeit vergeht


Die kühle des Morgens beginnt sich aufzulösen. Die Praiosscheibe steigt langsam empor und kündet von der beginnenden neunten Stunde des Tages.



Fiana


Fiana, die immer noch mit der neuen Matrosin beim Kapitän steht, bemerkt im Augenwinkel wie sich Babo nähert. Sie dreht den Kopf und sagt


"Ah Babo, gut das du kommst, gib doch bitte dem Smutje bescheid, das wir in etwa einer Stunde auslaufen wollen und er dafür sorgen soll, daß die Passagiere nachdem sie gelegenheit hatten das Panorama der Stadt von See zu betrachten etwas zu essen bekommen. Ein spätes Frühstück also."



Babo nickt und dreht sich sogleich um, um den Smutje zu suchen.



Der Barde und der Jäger


"Ihr braucht mir nicht jetzt gleich etwas erzählen. Die Reise wird wohl lange genug dauern.", meint der Barde und lächelt dabei.

Sein Blick schweift suchend über das Schiff, dann scheint es, als ob er über etwas enttäuscht wäre.

'Hmm, bis jetzt noch keine Frauen, die mitfahren, außer der Besatzung natürlich. Das könnte etwas eintönig werden.'

Auf einmal wird er sich des Mannes bewußt, der wartend neben ihnen steht und wendet sich an ihn:

"Rahja zum Gruße mein Herr. Kann ich Euch irgendwie helfen?"



Die Nivesin


Der Kapitän sieht nach Smirnoffs Frage kurz zum Himmel empor, dann zu den Menschen auf dem Kai, und zu den Ladearbeiten.

"Wir werden etwa in einer Stunde auslaufen, so Efferd will."



"Sehr schön."

Smirnoff dreht sich zu dem dahergelaufenen Alrik um.

"Na, Kleiner, würdest Du mir bitte meine Kabine zeigen?"



Er wendet seinen Blick wieder zum Kai, wo gerade eine Frau auf das Schiff zukommt.


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Mit zögernden Schritten nähert sich eine schmale Gestalt der Leitplanke und hält kurz davor inne. Die Augen der Frau suchen das Schiff nach jemandem ab, der zur Mannschaft gehörig ist, und langsam betritt sie die Planke, um an Bord zu kommen.

Die leicht schräggestellten Augen weisen darauf hin, daß sie eine Nivesin ist, sie hat schwarzes Haar und helle braune Augen und kann noch keine zwanzig Götterläufe zählen.

Sie trägt einen bestickten Lederrock, der unten in Fransen endet, dazu eine helle Stoffbluse. Eine über die Arme geschlungene Nivesendecke ist in der Hüfte durch einen Gürtel zusammen genommen und dient als Ersatz für ein Wams oder einen Umhang. Die Füße stecken in perlenbestickten Lederstiefeln, während um ihre linke Hand ein helles Stück Stoff gebunden ist.

Auf der Planke direkt vor der Reeling angekommen, schaut sich die Nivesin noch einmal gen Hafen um, als suche sie dort etwas, doch schließlich setzt sie ihren Fuß auf das Deck des Schiffes.

"Hallo? Ich möchte bitte mitfahren", spricht sie mit leiser Stimme. "Ich habe Geld!"

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Der Kapitän wendet sich der Nivesin zu.


"Willkommen an Bord der NORDSTERN. Wir fahren nach Brabak, legen natürlich vorher des öfteren an. Was ist Euer Ziel?"



"Wo ist Brabak? Im Mitteland? Ich möchte ins Mittelland, bitte."

Sie schaut vorsichtig von einem der Männer zum anderen.


"Ich habe Geld", eilt sie sich dann zu sagen, und zieht eine kleine Geldbörse heraus, schüttet etwa ein Dutzend Silberstücke in ihre offene Handfläche und zeigt sie dem Kapitän vor.


"Ist das genug?"


Jergan überschlägt kurz, rundet dann ein wenig ab, weil er die Nivesin auf den ersten Blick sehr sympathisch findet, und sagt dann:


"Brabak liegt nicht im Mittelreich. Aber wir legen auch in Häfen des Mittelreiches an - Havena zum Beispiel.

Das würde 35 Silber kosten, wenn Ihr Euch mit dem Unterdeck zufrieden gebt, oder 70 Silber, wenn Ihr in unserer Gemeinschaftskabine reisen wollt!"



Die Nivesin nickt und streckt ihm leicht die Hand mit dem Geld entgegen.



Sein Blick fällt auf das Geld in ihrer Hand, und er sieht sie an.

"Ein wenig mehr kostet es schon."



Sie wird ein wenig rot.

"So viel?"

Ein wenig umständlich kramt sie mit der verbundenen Hand in einem kleinen Beutel herum und holt einen hübschen Dolch hervor, der sicherlich seine 3 Goldstücke wert ist.


Noch mehr errötet sie, als sie bemerkt, daß Firutin hinzutritt und der seltsame Mann an der Reeling (Arve) sie beobachten - um das zu verbergen, beugt sie den Kopf tiefer, fast beschämt, über ihren Beutel.


Schließlich streckt sie die Hand mit dem Dolch und den Silberlingen vor und schaut fragend.

"Ich muß wirklich dringend ins Mittel ...", sie zögert etwas, "-reich?"

Kurz mustert sie Firutin, dann Arve, und irgendwie wirkt sie ein wenig nervös. Das Lächeln des Jägers scheint sie allerdings ein wenig zu beruhigen.



Der Kapitän schaut ein wenig verlegen auf das, was die Nivesin ihm anbietet. Er will sie nicht ausrauben, zumal er den Eindruck hat, daß sie den Dolch bestimmt nicht so gerne aus der Hand gibt. Immerhin gibt es für solche Fälle schon Beispiele aus der Vergangenheit.

"Es gäbe noch eine Lösung, denke ich."

Er schaut sie ein wenig fragend an.

"Wärt Ihr bereit, für die Mitfahrt ein wenig was zu tun?"



Die Frau schaut auf den Dolch, dann wieder auf den Kapitän. Sie zieht die Hand wieder zurück und zuckt die Schultern.

"Was wäre das denn? Ich bin keine Matrosin." Fast ein wenig ängstlich schaut sie zu den hohen Wanten auf ...



Babo und der Smutje


Als er Babo auf sich zukommen sieht, ruft Sören ihm ein freundliches "Efferd zum Gruße!" zu, um dann in etwas sachlicherem Tonfall zu fragen:

"Was gibts?"



Babo sucht gerade das Oberdeck nach dem Smutje ab und will nach erfolgloser Suche schon in das Unterdeck hinabsteigen, als er ein lautes "Efferd zum Gruße!" vernimmt. Er wendet sich dem Rufer zu, der sogleich ein "Was gibts?" folgen läßt.

Babo schaut den jungen Mann mißtrauisch an. 'Wer ist das? Was will er von mir? Woher kennt er meinen Namen?' Trotz seines Mißtrauens sagt Babo zögerlich:

"Ja?"



Ob der Verwirrung des Matrosen nun selbst irritiert, meint Sören unsicher:

"Ich dachte, Ihr wolltet etwas von mir... Muß mich wohl getäuscht haben, Entschuldigung."

Dann wendet er sich mit einem Lächeln und einem Kopfschütteln wieder ab.



Babo betrachtet den jungen Mann vor sich. 'Gast ist er nicht. Soviel Geld hat er nicht. Neues Mannschaftsmitglied? Woher kennt er meinen Namen. Wahrscheinlich aufgeschnappt.'

Also setzt Babo sein fröhliches Lächeln auf, geht zu dem Mann und sagt:

"Efferd zum Gruße!"



Vielleicht hat er mich nicht gehört, also sagt Babo nochmal, diesmal aber etwas sehr viel lauter:

"EFFERD ZUM GRUSSE!"



'Bei Phex, wenn es ihm halt SO wichtig ist... Und vielleicht ist das irgend so ein komischer Brauch, von dem ich nichts weiß.' denkt Sören zweifelnd und erwidert dann mit möglichst freundlichem Lächeln:

"Efferd zum Gruße!"



'Hat also doch Manieren gelernt'

"Ich bin Babo und wer bist du?!" erwidert Babo mit freundlicher Stimme.



Obschon er nicht aus den Kreisen der allerhöchsten Etikette stammt, ist Sören ein wenig vom "Du" seines Gegenübers irritiert. Scheint hier Sitte zu sein, denkt er sich und entgegnet:

"Ich bin Sören, soll hier für euer leibliches Wohl sorgen..."



"Ein MEDICUS?!?!" entfährt es Babo. Dann hört er die Worte des Kapitäns und sagt so noch schnell zu Sören:

"Entschuldige! Such bitte den Smutje und sag ihm, er soll Essen machen!"

Dann wendet sich Babo ab und hilft den anderen Matrosen.



Ein wenig ungläubig blickt Sören Babo nach; er hatte seine Formulierung für völlig unmißverständlich gehalten. Nachdenklich kratzt er sich an der rechten Schläfe und murmelt dann:

"Sören, du sollst Essen machen."

Ohne sich weiter um den ignoranten Matrosen zu kümmern, macht Sören sich auf den Weg zur Kombüse. Da er über seine Pläne bezüglich der genauen Beschaffenheit des "Essens" nachgrübelt, hält er dabei seinen Blick ein wenig zum Boden gerichtet und registriert mithin beiläufig die Zwiebackkrümel, die Alrik dort hinterlassen hat, ist jedoch viel zu vertieft in seine Überlegungen, um sich weiter darum zu kümmern. An seinem Ziel angekommen, bleibt er einige Sekunden in der Mitte der Kombüse stehen, um sich einen groben Überblick über seine Möglichkeiten zu verschaffen, und beginnt dann schließlich eifrig sein Werk. Die Tür schließt er vorher, um Störungen zu vermeiden.



Alrik und Smirnoff


"Sehr wohl, Herr." Alrik schaut sich um, ob Smirnoff noch etwaige Gepäckstücke bei sich hat, die Fiana noch nicht hat verstauen lassen. Doch er kann im Moment nichts dergleichen entdecken.


Kurz überlegt er, welches denn die Kabine war, die der Pelzjäger angemietet hat. Einzelkabine, glaubt er sich zu erinnern. Und da der Magus schon die andere Einzelkabine in Besitz genommen hat, bleibt schließlich nur noch eine übrig. Mit einem "folgt mir bitte," setzt sich Alrik in Bewegung.


Auf dem Weg zum Niedergang beim Großmast, erblickt er Arve, der suchend in Alriks Richtung schaut. "Einen Moment bitte, ich stehe Euch gleich zur Verfügung," entgegnet er noch schnell, bevor er unter Deck verschwindet.


Alrik führt Smirnoff zu der zweiten Einzelkabine. Der Schlüssel steckt noch im Schloß. Alrik schließt auf, öffnet die Tür und reicht dann den Schlüssel an Smirnoff weiter.

"So, bitte sehr. Das ist Eure Kabine. Eine angenehme Reise an Bord der Nordstern wünsche ich Euch."



"Hab Dank, Alrik. Hier, für dich", bedankt sich Smirnoff und drückt dem Schiffsjungen einen Heller in die Hand.


Der Pelzhändler schaut sich kurz in der kleinen Kabine um und verstaut dann sein Gepäck.

'Naja, luxuriös ist es nicht gerade, aber ich bin ja geschäftlich unterwegs."



Doppelkabinen


Larian deutet eine Verbeugung an.

"Larian Steinhauer mein Name. Auch euch sei Rahja hold, obwohl ich denke, daß mein Belangen eher in Travias Gunst fällt. Ich habe schon für eine Kabinenhälfte bezahlt und sie sowie ihr Gesprächspartner, von vorher, haben jeweils eine Doppelkabine zur hälfte belegt, und da wollte ich fragen, zu wem von ihnen ich mich einquartieren könne."



Firutin


Firutin hört dem Mann mit dem Zimmerproblem aufmerksam zu und überlegt ob er sich den Mann als Zimmergenossen vorstellen könne. Plötzlich fällt sein Blick auf den Kapitän und die Nivesen. Sie braucht in diesem Moment offenbar mehr Hilfe als der Mann. Mit einem kurzen

"Entschuldigt bitte. Ich stehe ihnen gleich wieder zur Verfügung!"

macht sich Firutin auf zum Kapitän und der Nivesin.

"Kann ich hier irgendwie behilflich sein?" fragt er mit einem Lächeln im Gesicht und schaut auf den Kapitän und die Nivesin.



Elyagor und die Doppelkabine


Der Barde verbeugt sich ebenfalls leicht vor dem Mann und stellt sich dann vor:

"Mein wehrter Name ist Elyagor von Bidenfels, meines Zeichens Barde. Mir würde es nichts ausmachen, wenn Ihr die Kabine mit mir teilen würdet. Ihr könnt Euch frei entscheiden, schließlich habt Ihr bezahlt."

Der Barde zwinkert seinem Gegenüber einmal zu und bemerkt dann wie sein ehemaliger Gesprächspartner verschwindet.

"Wie es aussieht, scheint dieser edle Herr dort aber momentan anderweitig beschäftigt zu sein."

Elyagor lehnt sich nun an die Reling und wartet auf die Antwort, wobei er aber auch die Frau, die soeben angekommen ist nicht aus den Augen läßt. 'Es sieht so aus, als würde die Reise doch nicht so eintönig werden.' denkt er sich und schmunzelt dabei gedankenverloren.



Auch Larian wendet seinen Blick zu Firutin und dann zu der neuen Passagierin.

"Nun, da der Herr Waldläufer beschäftigt ist werde ich bei ihnen einziehen Herr von Bidenfels. Ich werde mir von dem Schiffsjungen gleich das Zimmer zeigen lassen. Wir werden uns ja später beim Essen nochmal treffen."


'Wenn das dert die einzige Passagierin ist, hoffe ich, daß die Matrosinen auch mal ein paar freie Stündchen haben.'


Mit diesen Gedanken geht er zu Alrik.



Alrik - gut gelaunt


Mit leuchtenden Augen blickt Alrik auf das Geldstück.

'So viele spendable Gäste, Phex ist mir wohlgesonnen heute.'

Mit einer Verbeugung und einem "Stets zu Diensten," zieht sich Alrik zurück und schließt die Tür hinter sich. Frohgemut stimmt er ein Lied an:


"Zwei Heller und ein Kreuzer,

die waren alle mein, ja mein,

die Heller war'n zu..."


Ein Grinsen stiehlt sich in Alriks Gesicht, bald wird er sich einen lang ersehnten Wunsch erfüllen können. Im nächsten Hafen vielleicht schon. Er schaut nach unten auf seine bloßen Füße. Aber neue Schuhe wären wohl vernünftiger, besonders bei diesen frischen Temperaturen hier im Norden. Man wird sehen.


Hoch motiviert erklimmt Alrik den Aufstieg zum Deck, wobei er diesmal immer zwei Stufen auf einmal nimmt. Sein direkter Weg führt zu Arve.



Arve beobachtet den Kapitän und die junge Frau, die anscheinend nicht genügend Geld für die Überfahrt zu haben scheint. Wie der Kapitän wohl reagieren wird? In diesem Augenblick gesellt sich auch noch Firutin zu den beiden. Arve überlegt kurz, ob er sich dazu gesellen sollte. Lieber nicht, er könnte aufdringlich wirken.


Aus den Augenwinkeln heraus erblickt er den Schiffsjungen Alrik. Na endlich. Mit einer fließenden Bewegung zieht Arve einen Heller aus seiner Geldkatze und wirft sie Alrik entgegen. Im gleichen Augenblick in dem er die Münze losläßt schießt es ihm durch den Kopf:

"Verdammt, wahrscheinlich hat er mich noch gar nicht gesehen und den Heller dann erst recht nicht." "Alrik, fang!"

ruft er noch schnell dem Jungen zu.



"Alrik, fang!"

kann der Angesprochene gerade noch vernehmen, da kommt ihm auch schon aus Arves Richtung irgend etwas entgegen geflogen. Die Augen auf den Gegenstand gerichtet und beide Arme ausgestreckt, macht er rasch einen großen Schritt nach vorn. Leider kommt er dabei ins Stolpern und verliert das Gleichgewicht.


Auch der Heller entgleitet seinen Fingern, er trumpft auf dem Boden auf und bleibt - unentdeckt für Alrik - in zwei Schritt Entfernung in einer Ritze zwischen den Schiffsbohlen stecken.


"Autsch," entfährt es Alrik als er mit dem Knie zuerst den Boden berührt. Leicht desorientiert rappelt sich Alrik wieder auf, bleibt aber erst auf dem Boden sitzen. Er begutachtet sein Knie. Ein neues Loch ziert die Leinenhose und ein dünnes rotes Rinnsal läuft langsam vom Knie ausgehend an seiner Wade nach unten.


Alrik schaut auf, insgeheim hoffend, daß nicht allzu viele Leute diese Peinlichkeit mitbekommen haben. "Nix passiert..." meint er dann mehr zu sich selbst.



Arve stürzt mit einem besorgten Gesichtsausdruck auf Alrik zu. Als er ihn erreicht, sieht er das Loch in der Hose und die blutende Wunde am Knie. BLUT! Dem Holberker wird für einen kurzen Augenblick schwarz vor Augen. Er ertrug den Anblick von Blut noch nie.


"Geht es dir gut? Tut mir leid, das wollte ich nicht. Ich wollte dir nur einen Heller schenken. Er steckt dort zwischen den Planken."

Mit einem schuldbewußten Lächeln kramt Arve in seinen Taschen und befördert ein Bonbon und einen Heller ans Tageslicht. Er streckt beides dem Schiffsjungen entgegen.

"Tschuldigung."



"Ich... ähm...," stottert Alrik, denn mit so viel Mitgefühl von Seiten eines Passagiers hat er nun überhaupt nicht gerechnet.

'Ja, ja. Kleine Sünden straft der Herr Praios sofort,' überlegt Alrik und denkt an den unrechtmäßig entwendeten Zwieback zurück.

Er steht wieder auf.

"Alles in Ordnung, ist nur ein kleiner Kratzer. Tut auch schon gar nicht mehr weh," meint er zuversichtlich und das gewohnte jungenhafte Grinsen kehrt auf sein Gesicht zurück als er das Freundschaftsangebot Arves in Form von Bonbon und Heller erblickt.

"Ach, Euer Geld habe ich doch noch gar nicht verdient. Ich such' mir gleich den anderen Heller wieder auf. Außerdem ist es allein meine Schuld, wenn ich so ungeschickt bin. Ihr braucht Euch gewiß nicht entschuldigen. Aber das Bonbon nehme ich trotzdem gern." Alrik nickt bekräftigend zu seinen Worten und greift nach dem Bonbon in Arves Hand.



Sigrun


Da sie offensichtlich momentan nicht unbedingt benötigt wird, beschließt Sigrun, sich erstmal auf dem Schiff umzusehen und ihre Sachen in den Mannschaftsraum zu bringen.


Mit einem "Ich bringe nur kurz meine Sachen weg und kann dann gleich anfangen" in Fianas Richtung schultert sie erneut ihren Seesack und geht unter Deck.



Nachdem sie auf dem Unterdeck angekommen ist, sieht Sigrun sich erstmal in alle Richtungen um. 'Hm, das da vorne sieht sehr nach Kabinen für Passagiere oder Schiffsoffiziere aus', denkt sie sich beim Anblick der

geschlossenen Türen und entscheidet sich für die andere Richtung. Und richtig, am anderen Ende stößt sie auf einen Raum, in dem zwei junge Männer auf einer Pritsche sitzen. Als sie um die Ecke kommt, scheinen sich die beiden ziemlich zu erschrecken und verstecken etwas zwischen sich. Sigrun grinst, als mit einem leisen "klack, klack, klack" ein Würfel auf den Boden rollt.

"Efferd zum Gruße, ich bin Sigrun, ist das hier der Mannschaftsraum?", stellt sie sich vor. Als die beiden das bestätigen, läßt sie sich ein freies Bett zeigen, auf das sie ihren Seesack wirft. So ihres Gepäcks entledigt, ruft sie noch ein "bis später" über die Schulter und macht sich wieder auf den Weg nach oben.



Igen wird neugierig


Nachdem Igen im Gemeinschaftsraum seine Sachen verstaut hat, und seine Sachen festgemacht hat, damit nichts aus welchen Gründen auch immer verschwindet, verläßt er den Raum Richtung Oberdeck. Bei der Tür wirft er nochmals einen Blick zurück. Naja, für ein Schiff gar nicht schlecht. Die Nordstern sieht auch einigermaßen sicher aus. Gut, ich werde mich mal nach oben begeben, und den Schiffsmagus aufsuchen. Am Oberdeck angekommen entdeckt er einige Neuankömmlinge, und auch seinen Zimmergenossen. Wie war gleich sein Name, ach ja Arve. Igen betrachtet ihn, etwas eingehender. Was ist er eigentlich für einer Abstammung. So einen hab ich noch nie gesehen. Sein Name ist zwar thorwalisch, aber sein Aussehen scheint eher orkisch, jedoch viel gepflegter. Bei dem Gedanken an einen Ork, denkt er zurück an die vielen Schlachten seiner Sippe gegen die Orks, ja er hatte viel kämpfen müssen in letzter Zeit. Aber nun geht es wieder in andere Gebiete, und auf dieser Reise wird er sicher keinen Ork begegnen. Vielleicht sollte ich mir den Jungen doch näher betrachtet. Bei Igen hat nun endgültig seine Neugier gesiegt und er geht auf Arve zu.

"Hoy, mein Zimmerkollege."



"Hallo, mein kleiner Freund. Wie geht's dir?" Voller Offenheit und Freundlichkeit lächelt Arve den Zwerg an. Es scheint so als ob Igen ihm freundlich gesonnen sei.



Igen, steht vor dem Hohlberker und sieht zu den gut halben Schritt höher liegenden Kopf auf. Kurz sieht sich Igen um und entdeckt eine Kiste die herumsteht.

"Ähm, wollen wir unsch nicht zu discher Kischte schtellen. Ich glaube dort ischt esch geschützter." Igen geht schon mal vor und hüpft geschickt auf die Kiste und kann nun Arve gut gerade in die Augen sehen.

"Sag mal, wo kommscht du denn her. So einen wie dich hab ich noch nie geschehen. Esch scheint dasch die anderen auf dem Schiff dich auch nicht kennen. Wasch scholls. Jetzt schind wir schon auf dem Schiff und in der Kabine gemeinscham. Ich bin Igen, Schohn des Ingrisch." Und er hält Arve die Hand entgegen. "Wie ischt dein Name?"



Arve folgt Igen zur Truhe packt dann beherzt dessen Hand und schüttelt sie.

"Ich bin Arve, Arve Algirson. Ich bin Holberker. Halb Auelf, wie mein Vater und halb Ork, wie meine Mutter. Hier in der Gegend gibt es wirklich nicht viele von uns. Bin auf dem Weg nach Brabak zu meinem Bruder. Aber das ist eine lange Geschichte."

Arve läuft eine dicke Träne über die Wange, aber sein Gesicht erhellt sich wieder und er fügt nachdenklich hinzu:

"Aber nun zu dir, Freund. Ich dachte immer Zwerge verabscheuen Wasser und ganz besonders die Seefahrt."



Ottam beobachtet


Ottam betrachtet wieder das Bunte treiben im Hafen, da offenbar im Moment niemand an Bord kommen möchte schweift sein blick ab und er betrachtet die Praiosscheibe, die von baldigem auslaufen kündet. Aber eine halbe Stunde wird es wohl noch dauern.



Traumauge


In Fiana, die noch beim Kapitän steht, kommt urplötzlich leben. Sie rennt zu einem Matrosen und reist diesem eine Taurolle aus der Hand, die diese wohl gerade achtlos in eine Ecke werfen wollte.

"Hast du keine AUgen im Kopf" herrscht sie ihn an. Noch bevor der arme Tropf weiß was ihm geschieht greift sie vorsichtig in die Ecke und holt eine kleine, süße Katze hervor. Der Körper der Kleinen ist gerade mal 10 Finger klein, am Ende gesellt sich ein kleiner vielleicht 6 Finger messender, buschiger schwanz hinzu. Das Fell der kleinen ist pechschwarz, die Augen Blau. Das Fell scheint eine mischung aus kurz und langhaar zu sein, es ist nur ein klein wenig länger als das Fell eine normalen Straßenkatze, der Schwanz dagegen wirkt Buschig mit recht langen Haaren.


Das kleine Wesen Miaut verängstigt und Fiana nimmt es liebevoll in den Arm um es zu beruhigen "Ist ja gut Traumauge, du mußt aber in zukunft besser auf dich aufpassen. Wo treibt sich eigentlich deine Mutter wieder rum, naja wird schon irgendwo hier sein. beantwortet sie sich die Frage selber.


Aus Traumauges ängstlichen Miauen wird durch Fianas Streicheleinheiten schnell ein zufriedenes Schnurren.



Das Geld der Nivesin


Ein wenig empört darüber das der Kapitän die arme Frau schuften lassen will nur um ins Mittelreich zu kommen, fragt Firutin sich wie er ihr helfen könne. Sie scheint wirklich äußerst dringend ins Mittelreich kommen zu müssen.


'Hmmm, für sie bezahlen kann ich nicht. Ich glaube ich habe nicht genügend Geld bei mir. Nun anzubieten habe ich auch nicht viel. Ich könnte dem Herrn Kapitän einen Bogen bauen doch ich glaube das würde ihm nicht so viel nützen. Nun da bleibt nur noch eine Alternative!'


Entschlossen blickt er dem Kapitän ins Gesicht.


"Nun Herr Kapitän, ich bin mir nicht sicher was diese arme Frau auf ihrem riesigen Schiff arbeiten sollte. Sehen sie doch nur ihren verängstigten Ausdruck in den Augen. Allerdings bin ICH gerne dazu bereit ihre Schuld bei ihnen abzuarbeiten. Ich fahre ja lang genug mit. Und unter Höhenangst habe ich noch nie gelitten. Also was meint ihr?"


Er wirft der Frau einen versteckten Blick zu und wartet dann gespannt auf die Antwort des Kapitäns.



Jergan lächelt ein wenig bei den Kommentaren der Passagiere, und bei dem, an das jeder wohl denkt.

Beruhigend sagt er zu der Nivesin:

"Nie käme ich auf die Idee, jemanden, der das Seeleben nicht gewohnt ist, auf die Masten zu jagen. Aber an Bord gibt es vieles andere zu tun - Ihr könnt es euch fast aussuchen, wenn Ihr mögt. Beispielsweise könntet Ihr für zehn Silber mitfahren, wenn Ihr Euch darum kümmert, daß der Gemeinschaftsraum, in dem ihr die Reise verbringen dürft, ordentlich und sauber ist. Oder anderes dieser Art... wie ihr mögt."


Er sieht die Nivesin dabei fragend an. Den hinzu getretenden Jäger ignoriert er fast.


# Vorweg der Hinweis, daß die NORDSTERN havena-getakelt ist, was unter

# anderem auch zur Folge hat, daß man fast alle Verrichtungen von Deck

# aus macht. "Modernere" Karavellen haben lt. Seefahrt dSA (und ird.

# Geschichte:-) meist wenigstens an einem Mast Rahtakelung, was in

# vielen Situationen zu höheren Geschwindigkeiten führt. Allerdings

# ist der personelle Aufwand um einiges höher, und es kann eben NICHT

# vieles von Deck aus erledigt werden. Fuer einen Rahsegler der Technik

# des 13-15. Jh. hat die NORDSTERN schlicht zu wenig Leute an Bord.



Alrik


Schnell steckt sich Alrik das Bonbon in den Mund, als die Aufmerksamkeit Arves auch schon in eine andere Richtung gelenkt wird. Alrik hatte den dazu tretenden Zwerg erst gar nicht bemerkt. Da er nicht im Weg stehen, geschweige denn sich einmischen will, wenn die werten Passagiere sich unterhalten, rückt er ein paar Schritte zur Seite.

'Wo war noch gleich der Heller?' Suchend blickt Alrik über den Schiffsboden. Als er das Geldstück endlich gefunden hat, hebt er es rasch auf und steckt es ein. 'So... was nun?' fragt sich Alrik.


Unvermittelt kommt eine frische Brise auf und läßt Alrik frösteln. 'Wo habe ich denn bloß meinen Wollpullover gelassen,' überlegt er und im gleichen Moment fällt es ihm auch wieder ein. 'Heute in der Frühe als ich das Vordeck geschrubbt habe, da wurd's mir warm und... hinter der Rotze... hoffentlich hat's Nirka noch nicht gesehen.'


Er wirft einen unauffälligen Blick auf die Bootsfrau, die aber anderweitig beschäftigt ist. 'Glück gehabt. Jetzt aber schnell die Sachen einsammeln, das Putzzeug müßte dort auch noch liegen.'


Durch das schlechte Gewissen angetrieben, entgeht es Alrik völlig, daß der buntgewandete Mann sich in seine Richtung bewegt. Alrik dreht sich um und hat erst einmal nur die Rotze auf dem Vordeck im Auge. 'Ah, dort.' Der wieder aufkommende Schmerz am Knie lenkt Alrik ab, während

er nach seinen Sachen greift...



Sigrun


Als Sigrun wieder auf dem Oberdeck erscheint, sieht sie sich erneut um. Der Kapitän spricht noch mit einem neuen Gast (der Nivesin) und auch sonst scheint noch keine Hektik ausgebrochen zu sein. Sie sieht sich daher erst einmal in Ruhe in ihrem neuen Arbeitsbereich um. Das Schiff wirkt insgesamt gut gepflegt (selbst wenn es nur mäßig ist, wird Sigrun das so empfinden), die Taue und Seile sind nicht sehr abgenutzt und werden wohl auch bei einer so weiten Fahrt keine Probleme bereiten. Nachdem sie ihre Untersuchung abgeschlossen hat, tritt sie erneut zu Fiana:

"Es ist wirklich ein gutes Schiff, da bin ich ja echt ganz anderes gewöhnt. Der Kapitän sprach vorhin von einer Stunde bis zum Auslaufen, ist soweit alles bereit oder gibt es noch etwas Besonderes zu erledigen?"



"Öhm" entfährt es Fiana, gerade war sie dabei sich um Traumauge zu kümmern, da spricht sie Plötzlich jemand an, so fern waren die welten in denen sie gerade schwebte, das es wohl noch nie jemandem vergönnt war einen so "dummen" Gesichtsausdruck bei ihr zu sehen. "äh huch, was wie.." sie räuspert sich und meint

"Worum geht es? ach ja, Das Deck muß geprüft werden, wenn wir starken Seegang bekommen sollten darf dort nichts lose rum liegen !"



Sari


Sie nickt zögerlich und windet das Stück Stoff ein wenig fester, das um ihre linke Hand gewunden ist.

"Das kann ich gerne tun, Herr Kapitän. Das ist sehr freundlich."

Firutin nickt sie zögerlich aber dankbar zu. "Vielen Dank, der Herr, für das Angebot, aber ich kann das schon selber tun."


Ihr Blick schweift kurz zu der kleinen Katze (Traumauge), die Fiana gerade vor der Seilrolle rettet. Ein merkwürdiger Blick tritt in ihre Augen.

Sie wendet sich wieder dem Kapitän zu.

"Wo kann ich den schlafen? Ich heiße übrigens Sari, Herr Kapitän."



"Ihr könnt erst einmal im Gemeinschaftsraum schlafen. Eventuell - falls andere Fahrgäste den Platz benötigen, auch darunter auf dem Ladedeck. Doch erst einmal haben wir noch genug Platz."

Er sucht mit den Augen nach dem Schiffsjungen und zeigt in die entsprechende Richtung.

"Alrik kann Euch nachher zeigen, wo das ist."



Die Nivesin nickt und blickt zum Schiffsjungen.

"Vielen Dank, Herr Kapitän. Wirklich, vielen Dank."

Sie windet sich das Stück Stoff enger um die Hand und rückt ihre Tasche über der Schulter gerade.



Firutin verärgert


Äußerst verärgert darüber das er vom Kapitän so unbeachtet geblieben ist beobachtet er die Szene trotzdem scheinbar gelassen.


''HMPF! Nun, bei uns Waldläufern wäre so etwas niemals vorgekommen. Aber wir sind es gewohnt anderen zu helfen. Ich weiß nicht wie es bei diesen Seefahrern ist. Kann ja auch sein das sie Leute die anders sind als sie einfach nicht beachten wollen. Nun ja wenn sich hier alles geklärt hat kann ich ja wieder gehen.'


Doch als er wieder aus seinen Gedanken kommt bemerkt er das sich die Szene schon längst aufgelöst hat und er wirklich nicht mehr gebraucht wird.

"Also dann werde ich mal wieder gehen", wirft er noch in den Raum.

Dann wendet er sich wieder dem Barden und dem anderen Kerl zu. Dieser hatte ja offenbar ein Zimmerproblem. Da bemerkt er das sich auch dieses Problem mittlerweile erledigt hat.

Unschlüssig oder eher hilflos was er jetzt tun sollte, steht Firutin einfach so herum.



Der Barde


Nachdem ihn auch der zweite Gesprächspartner verlassen hat, sieht Elyagor sich unschlüssig um. Nebenbei bekommt er mit, wie die Nivesin an Bord kommt, was aber einige Probleme zu bereiten schien. Da die Sache sich klärte, bevor er hinzutrat, lehnt er nun an der Reling, betrachtet das Treiben auf dem Schiff und genießt die Aussicht auf die Stadt Riva.

'Seltsam, ich war gerade mal einen Monat hier und trotzdem verspüre ich Schmerzen des Abschieds.'

In Gedanken versunken und leicht vor sich hinsummend steht er nun an die Reling gelehnt.



Ein Schatten erwacht


Alriks Gang zu seinem Wollpullover bleibt nicht ganz unbemerkt...


*************************


Sie öffnet die Augen einen Spalt breit. Ihre feinen Sinne haben ihr mitgeteilt, daß ein fremdes Lebewesen in ihren Sicherheitsbereich eingedrungen ist. Es ist jedoch nur einer von den großen Langsamen mit Futter. Nein, ohne Futter, wie ihre Nase ihr bestätigt. Egal. Erst einmal strecken.

Mit noch halbgeschlossenen Augen streckt die graue Katze, die eben noch zusammengerollt in dem Nest aus dem warmen Pullover des Schiffsjungen neben der Rotze lag, ihre Pfoten weit von sich. Die Krallen der Vorderpfoten fahren aus, werden aber sogleich wieder eingezogen. Nach einem herzhaften Gähnen, das ihre nadelspitzen Zähne zeigt, öffnen sich ihre Augen ganz und sie sieht sich gelangweilt um.



Statt des erwarteten wollenen Pullovers ertastet der abgelenkte Alrik ein warmes, seidiges Fell-Etwas. Er schaut auf Pullover samt Katze herab.

"Na, du faules Luder," entgegnet Alrik leise und in einem liebevollen und sanften Tonfall. Dabei streichelt er vorsichtig über das weiche Katzenfell.



Vorsichtig ist auch angebracht, wie Alrik weiß. Die Graue zuckt bei der ersten Berührung zusammen: die Ohren wandern nach hinten, sie erhebt sich in kauernde Haltung, die Schwanzspitze zuckt leicht und man sieht der Katze deutlich an, daß sie sich gestört fühlt.

'Immer dies Langen. Und der hat noch nicht einmal Blutfleisch dabei. Aber er riecht wie hier.'

Grüne Augen mustern Alrik abwartend. Dabei bleibt die Graue auf dem Pullover.

Allerdings wirkt der Tonfall immerhin besänftigend genug, daß Alrik eben noch nicht gebissen wird.



"Na, na, na, nun komm schon runter," kommentiert Alrik das kratzbürstige Verhalten der Grauen. Er kennt ihre Launen und ist daher vollkommen unbeeindruckt. Abermals streichelt er der Katze über den Rücken. "Geh lieber ein paar Mäuse erschrecken," versucht er es noch einmal im Guten.



Aus den Augenwinkeln bemerkt Alrik eine sich nähernde Person, kurz darauf wird er auch schon angesprochen. Er schaut kurz auf.

Ein Passagier.

"Ich, ähem, ja sofort, ich bin gleich zurück," ruft Alrik schnell zu dem Buntgewandeten herüber.

Alrik blickt herunter auf die Graue und verzieht das Gesicht. Die starrsinnige Katze hat sich nicht einen Halbfinger weit bewegt und macht auch nicht die geringsten Anstalten, eben dieses zu tun. Seine Hand nähert sich erneut der Katze, diesmal allerdings um sie mit festem Griff im Nackenfell zu fassen.



'Kann denn der Lange nicht sehen, daß das hier MEIN Platz ist???'

Die Katze entblößt ihre Zähne und ein grollendes Fauchen entrinnt ihrer Kehle. Die Schwanzspitze zuckt jetzt unruhig von einer zur anderen Seite, die Haltung ist geduckt, zum Sprung bereit. Die Katze strahlt Aggression und Kampfbereitschaft aus.



Alrik gibt sich unbeeindruckt. Nur kurz zögert er, um den günstigsten Moment abzuwarten. Dann greift er rasch in das Nackenfell der Katze und hebt sie vom Pullover hoch. Er setzt sie einen knappen Schritt weit

entfernt wieder auf den Boden. Eilig zieht er die Hand zurück und wirft noch einen mißtrauischen Blick auf die Katze.

"Jaja, fauch du nur, du hast es herausgefordert."



Die Graue fühlt sich bei dem Griff in den Nacken unvermutet an ihre Jugend erinnert. Ihre Mutter hatte sie so weite Strecken getragen.

Als die Graue wieder Planken unter den Pfoten hat, faucht sie Alrik noch einmal böse an und verschwindet dann wie ein grauer Schatten die Reling entlang hinter eine weitere Taurolle.


Unwillige Gedanken machen sich in dem kleinen Raubtierhirn breit. Den Geruch hat sie sich gemerkt. Ihre Pfote schlägt mißmutig an den Tauen entlang. Aber dann kommt sie in die Nähe der anderen Langen und wird wieder ganz Jägerin und schleicht langsam weiter.



Igen leutselig ...


Wie Arve die Hand des Zwerges schüttelt, bemerkt er, daß dessen Hand leicht klebrig, und auch verstaubt ist.

Bei dem Wort 'Ork' wird Igen hellhörig und seine Augen weiten sich:

„Waaaaasch du bischt ein Ork? Du kanscht von Glück reden dasch wir unsch hier und jetzt treffen. Vor einem Jahr wären wir nicht scho friedlich beischammen geschtanden. Aber dein Vater ein Elf. Schehr merkwürdig. Kannscht du auch ein paar Tricksch von ihm. Ich kannte auch mal scho einen Halbmensch. Hatte schon tolle Tricks drauf.“


„Nun ja mein Freund, ich bin nicht hier um schwimmen zu gehen. Und weischt du, in scho einen Leben kommt man schon mal rum, und glaub mir ich hab allesch probiert. Ich bin mal mit einem Pferd geritten. Oh, Mann, da tat mir mein Allerwertester weh. Vor allem bisch diesches Biescht einmal in Bewegung kommt. Nein, nie wieder. Ich weisch nicht wie oft ich von dieschen Gaul abgeschtiegen bin. Leider immer nur wenn dasch Pferd wollte und nicht wenn ich wollte.“

Igen betrachtet sein gegenüber etwas genauer und sucht ihn nach so was ähnlichem wie eine Wurfwaffe ab. 'Ich bin schon wieder bei den alten Zeiten. Äh, hascht du Luscht auf ein kleinesch Wurfduell. Ich brauche etwasch Entspannung.'



Arve schaut etwas verblüfft. Das hatte er absolut nicht erwartet. Ein Wurfduell?

"Tut mir leid. Ich hab' so etwas noch nie gemacht. Aber wenn du mir's erklärst, will ich es gerne versuchen. Was für eine Waffe nimmt man denn dazu? Ich hätte nur meine Orknase."



Larian folgt Alrik


Als er bemerkt, daß ihn der Schiffsjunge nicht bemerkt hat, folgt er diesem ans Vordeck.

'Was macht der Junge denn da? Sucht er etwas?'

"He, du! Du bist doch der Schiffsjunge. Was suchst du denn da? Könntest du mich zum zweiten Doppelzimmer führen?"

Bei diesen Worten zieht er einen Kreuzer aus seiner Geldkatze und hält ihn so, daß Alrik ihn sehen kann.



Alrik schaut der Grauen hinterher. Das wird noch einen großen Fisch kosten, um hier wieder Frieden zu stiften...


Er hebt den Pullover vom Boden auf und schüttelt ihn kurz durch. Einzelne Katzenhaare fliegen durch die Luft, doch die meisten ihrer Art bleiben hartnäckig am Pullover hängen. Alrik zieht sich den Pullover über, dann sammelt er eilig das Putzzeug ein. Viel ist es nicht. Ein Eimer, nasse Lappen, einige Bürsten, ein Seil. Er schmeißt die Sachen in den Eimer, nimmt das Seil in die andere Hand und überquert das Vordeck. Bei Larian angekommen, bleibt er stehen.

"Ich bin Alrik, der Schiffsjunge, ganz recht. Wie kann ich Euch behilflich sein?"



Larian beobachtet belustigt den Konflikt zwischen Alrik und der Grauen. Als der Junge auf ihn zu tritt hält er ihm das Geldstück entgegen.

"Hier. Ich hätte gerne, daß du mich zu dem Doppelzimmer führst, das Herr von Bidenfels schon zur Hälfte belegt hat."



"Oh, habt Dank, Herr." Alrik stellt kurz den Eimer auf dem Deck ab und nimmt den Kreuzer von Larian mit der freien Hand entgegen. Er läßt das Geldstück in seiner Hosentasche verschwinden und ein leises 'Pling' kündet davon, daß sich der Kreuzer nun in guter Gesellschaft befindet. Alrik hebt den Eimer wieder auf, nickt Larian freundlich zu und setzt sich mit einem "wenn Ihr mir sodann folgen würdet," in Bewegung.


Alrik führt Larian den Niedergang beim Fockmast herunter. Unter Deck haben die Matrosen die Verladearbeiten wohl inzwischen abgeschlossen. Alrik bleibt nur einmal unterwegs kurz stehen, um Eimer und Putzzeug an den dafür vorgesehenen Ort unterzubringen. Dann geleitet er den Buntgewandeten den Gang zu den Kabinen herunter, gerade wohl bis zu der Tür der zweiten Doppelkabine.


Er drückt die Klinke herunter:

"So, da wären wir."

Aber die Tür läßt sich nicht öffnen. "Abgeschlossen," murmelt Alrik und schaut sich suchend nach dem fehlenden Schlüssel um.



Ottam


Ottam kommt zu dem Schluß das wohl niemand mehr an Bord will, daher geht er fort von der Planke in Richtung des Abganges zu den unteren Decks



Fiana und Traumauge


Fiana setzt Traumauge behutsam auf dem Deck ab und streichelt noch einmal sanft über sein Fell. Dieser bedankt sich mit einem beherzten schnurren und tappst sodann auf seinen kleinen Pfoten davon.

Vielleicht kann ich diesem Zweibeiner dort ein paar Streicheleinheiten entlocken, er sieht so einsam aus' denkt sich Traumauge und lenkt seine Pfoten in richtung von Elyagor, der gerade alleine ist. Dort angekommen kommt er langsam näher und versucht behutsam festzustellen ob dieser Zweibeiner wohl Katzen mag. Jederzeit zur flucht bereit nimmt der kleine Kater all seinen mut zusammen und kommt immer näher.



Fiana betrachtet eindringlich das Meer und den Himmel. Daraufhin geht sie

in Richtung des Kapitäns und sagt:

"Kapitän, wir sollten auslaufen. Die Zeit ist günstig und soweit ich weis wartet kein Reisender mehr darauf an Bord zu kommen"



Jergan mustert die erste Offizierin kurz. Dann, als erwache er aus einem Traum, hebt er eine Hand und sieht in alle Richtung, fühlt den Wind. Schließlich nickt der Kapitän.

"Gut."

Er sieht sich noch einmal um.

"Alle Matrosen an Deck! Wir werden in Kürze auslaufen!"

Ein Blick trifft die Planke, aber er beschließt, sie noch liegen zu lassen, bis es wirklich losgeht.



Das Wurf-Duell


Igen, zieht Arve weiter zu sich, sieht ihn tief in die Augen und meint:

'“Waaasch du weischt nicht wasch ein Wurfduell ischt. Ich meine doch nur, dasch wir auf ein Ziel mit einer Axt, einem Messer oder etwasch anderem werfen. Wer näher dran ischt hat gewonnen. Ischt einfach nur zum Schpass. Aber die Orknasche scholltescht du wirklich nicht verwenden.“

Igen betrachtet Arve etwas genauer, und messt die Kraft seiner Arme. Gut er ist nicht schlecht gebaut, aber eine Orknase zu schleudern dürfte wohl auch seine Kräfte übersteigen.

„Wenn du willscht kann ich dir eine Wurfaxt leihen. Aber nur geborgt!“

betont Igen mit eindrücklicher Stimme.

„Am beschten schuchen wir uns ein ruhigesch Plätzchen, wo wir auf ein Ziel werfen könne. Aber vorerscht müschen wir nach unten, meine Wurfäxte habe ich jetzt nicht bei mir. Alscho wasch ischt?“



"OK. Gehen wir nach unten und holen deine Wurfäxte. Da kann ich dann gleich meine Orknase weglegen. Ich werde sie in der nächsten Zeit wohl kaum brauchen."

Bei den letzten Worten hat sich Arve bereits in Bewegung gesetzt.

"Komm schon, oder willst du hier Wurzeln schlagen?"



Igen hüpft von der Kiste herunter und läuft hurtig hinter Arve hinterher:

"Ich komme ja schon. Ach immer diesche Jungen, zuerscht haben schie keine Ahnung und dann können schie es wieder nicht erwarten. Ich wollte mich entschpannen und nicht schtress haben!"



Arve ist schon fast die Treppe unten, als Igen sich endlich in Bewegung setzt. In der Gemeinschaftskabine angekommen, setzt er sich erst mal auf seine Koje und legt seine Orknase ans Kopfende. Vorsichtig fährt Arve mit seinen Fingern an der Schneide entlang.

"Ich muß sie mal wieder schleifen. Verdammt. Kein Schleifstein dabei. Vielleicht hat ja Igen oder sonst jemand einen dabei. Oder sollte ich noch schnell im Hafen einen kaufen? Nein, das kann eigentlich noch bis Brabak warten. Wir werden sicher bald auslaufen."

Arve ist so in seine Gedanken vertieft, daß er seine Umgebung gar nicht mehr wahrnimmt.



Inzwischen kommt auch Igen in der Gemeinschaftskabine an. Sofort geht er zu seinem Lager und beginnt den aufwendig gesicherten Lederrucksack wieder zu öffnen. ......Nach längerer Zeit schafft es Igen nun doch seinen Rucksack von dem Lager zu trennen. Er öffnet ihn und beginnt zu kramen:

" Wildschweinhauer, nein, Vasche, nein, ah da schind schie. meine Wurfbeile"

Er nimmt zwei Wurfbeile aus seinem Rucksack und betrachtet sie mit sentimentalen Augen.

"Ja, dasch war ein Schpass."

Zu Arve gewandt:

"Weischt du, diesche Wurfbeile habe ich scholchen gottloschen Anbetern abgenommen. Jetzt trage ich die nur mehr zum schpielen mit mir herum. HEJ, hörscht du mir eigentlich zu? wo gehen wir jetzt hin? Wasch ischt mit deiner Orknasche, nicht scharf genug? Scholl ich dir helfen? Weischt du, bevor ich Abenteurer wurde, habe ich zuhausche ein gutesch, ehrlichesch Handwerk gelernt. Ich bin ein echter Waffenschmied."



"Ähhh. Was? Tschuldige, ich war wohl mit meinen Gedanken ganz woanders. So so, du bist Waffenschmied. Vielleicht kannst du ja an meiner alten Orknase noch was retten. Aber das kann warten. Die Reise dauert noch lange. Aber jetzt laß uns spielen. Nur wo?"

Arve legt seine Stirn in Falten und grübelt nach. Nach verblüffend kurzer Zeit erhellt sich sein Antlitz.

"Wie wär's bei der Rotze? Da ist es ziemlich abgeschieden und wir werden wohl niemanden stören. Was hältst du eigentlich davon, wenn wir noch jemanden mitspielen lassen? Je mehr wir sind, um so witziger könnte es werden. Ich habe vorher an Deck einen Jäger gesehen, der sah ziemlich gelangweilt aus."



Der Barde und Traumauge


'Der Zweibeiner scheint Katzen zu Mögen' denkt sich Traumauge, bleibt aber achtsam und vorsichtig. Langsam, ganz langsam setzt der kleine Kater eine Pfote vor die andere und kommt langsam näher. Bis er schließlich die Hand erreicht und seinen Kopf soweit es geht vorstreckt um dann schließlich mit der Nasenspitze Elyagors Fingerspitze zu beschnuppern. Es dauert ein bißchen bis er sich den Geruch eingeprägt hat, dann jedoch gewinnt er etwas mut und kommt ein paar Schritte näher, streift sanft um Elyagors Beine und beginnt zu Schnurren, die rute freudig nach oben gerichtet.



Elyagor wacht aus seinem Tagtraum auf, als er die unbeholfenen Schritte des Kätzchens hört. Suchend streicht sein Blick über den Boden und als er den Verursacher des Geräuschs erkennt, breitet sich ein fröhliches Lächeln über seinem ganzen Gesicht aus. Langsam kniet er sich hin, wobei er beruhigend auf das kleine Wesen ein spricht:

"Wer bist denn Du? Na komm doch her."

Vorsichtig streckt er seine rechte Hand aus um die Katze erstmal daran schnuppern zu lassen.



Lächelnd beobachtet der junge Barde, wie das Kätzchen um seine Beine streift. Langsam senkt er eine Hand, um sie dann vorsichtig auf den Rücken des kleinen Gesellen zu legen. Langsam und beruhigend beginnt er sie zu streicheln und zu kraulen.

"Ja, bist ja ein ganz Braver." sagt er langsam und freundlich.

'Irgendwie niedlich, das kleine Ding, ich hoffe es bekommt keine Angst, wenn ich es auf den Arm nehme.'

Vorsichtig und beruhigend auf das Kätzchen einredend, setzt er seinen Gedanken in die Tat um.



Traumauge zeigt sich von Kraulen und Streicheln begeistert und schnurrt immer heftiger, wobei er sich weiterhin an ein Bein schmiegt und daran reibt. Ganz so als wolle er Elyagor Streicheln.

Dann greift der Zweibeiner mit seiner Hand nach ihm, erst weis er nicht so recht was los ist, 'Was will er nur' doch dann bemerkt er das es warscheinlich nur das verlangen der meisten Zweibeiner ist, Katzen mit ihren beiden krummen beinen hochzuheben um dann weiter zu Streicheln.' Traumauge stört das nicht, solange nur das Kraulen und Streicheln weitergeht.



Vorsichtig hebt der Barde das Kätzchen hoch und nimmt es auf den Arm. Weiterhin freundlich mit ihm redend beginnt er das Kätzchen am Hals zu Kraulen, wobei er sich wieder an die Reling lehnt. Er scheint ganz glücklich mit dieser Beschäftigung zu sein und bekommt kaum etwas von den Vorgängen auf dem Schiff mit, während er dem Kätzchen auch leise etwas vorsingt.



Traumauge macht seinem Namen alle Ehre, durch das Streicheln, das sanfte Schaukeln des Schiffes und dem melodischen Klängen aus dem Maul des Zweibeiners fordern ihren Tribut, der kleine Kater schließt die Augen und schlummert friedlich auf des Zweibeiners Armen ein. Im Schlaf schnurrt er jedoch weiter, auf das der Große nicht auf die Idee kommt mit dem Streicheln aufzuhören.



Sigrun


Sigrun hat ihren Rundgang über das Oberdeck fortgesetzt. Dabei hat sie gründlich darauf geachtet, daß wirklich nichts mehr herumliegt und ein paar Kleinigkeiten aufgehoben und befestigt. Als sie Jergans Ruf hört, sieht sie sich noch einmal abschließend um und begibt sich in den mittleren Bereich des Decks, um einschätzen zu können, wo ihre beiden Hände gleich beim Auslaufen am meisten gebraucht werden können.



Firutin sucht Anschluß


Als Firutin aus seiner Enttäuschung das keiner mit ihm reden will gefangen hat schaut er sich noch einmal um. Es muß doch jemanden geben mit dem er sich unterhalten kann. Der Barde steht alleine da. Ach nein, er hat eine Katze bei sich. Da der Waldläufer einen großen Respekt vor allen Tieren hat entschließt er sich die beiden nicht zu stören. Außerdem hat er ja mit dem Barden vereinbart das er sich beim Essen mit ihm unterhalten wird. Über sein Lied.

Wie kann man nur versuchen über so etwas unergründlich schönes wie die Wälder und Natur ein Lied zu schreiben. Doch er will versuchen dem Barden so gut es ihm geht zur Hand zu gehen.

Naja er schweift mit seinen Gedanken ab. Die anderen Leute an Bord haben schon jemanden mit dem sie sich austauschen oder aber sie sind sehr beschäftigt. Eigentlich gefällt es ihm ja doch ganz gut alleine. Er hat früher in seiner Jugend oft Streifzüge alleine gemacht. Die Wälder erkundet und Tiere beobachtet. Jetzt wo er darüber nachdenkt ist er im Wald meistens alleine. Aber da ist er in seinem Element. Nicht das er Aventurien auf Straßen, auf Pferden oder Kutschen durchquert hätte, nein, er suchte immer die Wälder.

Er, Firutin, gehört noch zum Schlag seiner Vorfahren. Den Waldläufern. Während die heutigen Aventurier seine Gattung schlichtweg als Jäger oder Wildmenschen oder ähnlich bezeichnet weiß er das er aus einem älteren Holz geschnitzt ist. Nun er hat nicht gegen den Titel Jäger. Es gefällt ihm sogar das er irgendwie genannt wird und nicht einfach, Fremder, Mensch oder Bürger. Für ihn ist der Titel Jäger oder Waldläufer so wie wenn man einen krieger zum Herzog oder gar Grafen ernennt.

Aber dennoch, er ist hier nicht im Wald und er hat keine Lust die ganze Fahrt bis nach Brabak alleine an dieser Reling zu stehen und warten bis er da ist. Nein soviel hat er schon von den Städtern gelernt.

Kurzum begibt er sich zum Kapitän. Auch wenn dieser nicht so gut auf ihn zu sprechen ist wie es scheint.

"Ähm, Entschuldigung?"



Jergan Efferdtreu ruft einigen Matrosen Kommandos zu - schließlich muß einiges vorbereitet werden für die bald bevorstehende Abfahrt. Doch so richtig beschäftigt ist er damit noch nicht - das wird erst kommen, wenn es wirklich losgeht. Kurz schweift sein Blick über den Kai, ob noch Fahrgäste zu erwarten sind.

Dann merkt er, daß der Jäger an ihn herantritt.

"Ja?"

Freundlich sieht er ihn an.



Erleichtert darüber das der Kapitän ihn nicht böse ansieht faßt Firutin neuen Mut und fragt dann:

"Entschuldigung wenn ich sie störe aber ich wollte nur wissen wann wir Auslaufen."

Dann blickt er kurz zu Boden und fragt dann:

"Ähm und ich wollte wissen wann es Essen gibt."



Der Kapitän überlegt nicht lange und sagt:

"In wenigen Augenblicken... und was das Essen betrifft: Sobald es zubereitet ist. Das dürfte der Fall sein, wenn wir den Hafenbereich verlassen haben."

Jergan beordert einige Matrosen mit einer Handbewegung zum Fockmast, wo sie die Segel vorbereiten sollen.



Plötzlich ist alles in reger Aufruhr! Der Kapitän gibt Befehle und die Mannschaft fängt an wie wild herum zu laufen. Ein bißchen verwirrt sagt Firutin noch zum Kapitän:

" Danke, es geht ja schon los. Ich will sie jetzt nicht weiter stören. Sieht aus als hätten sie viel zu tun."

Mit diesen Worten dreht er sich wieder um und geht zurück an seinen Platz an der Reling. Er will ein wenig dieses Schauspiel betrachten. So bricht er nun auf. Ein bißchen mulmig ist ihm ja doch. Er ist noch nie auf so einer Schiffsreise gewesen. Geschweige denn auf einer derart großen. Ein bißchen Abwechslung täte ihm jetzt gut. Er hätte jetzt Lust auf eine Art Spiel oder irgend etwas anderes was ihn ablenkt. Denn er könnte zu sehr mit seinen Gedanken abschweifen und an die gefahren einer solchen Reise denken. Er möchte sich nicht zu sehr vor diesen Leuten hier blamieren. Er findet sowieso das er nicht so ganz in dieses Bild paßt.

Na auf ein Spiel kann er wohl nicht zählen, denn er hat ja keinen Partner. Auch hat er keinen Zimmergenossen wie es scheint. Es hat ihn ja nach diesem anderen Menschen keiner mehr angesprochen. Schade eigentlich. Er entscheidet sich schließlich noch ein bißchen hier stehenzubleiben um diesen Beginn der Reise zu genießen.



Smirnoff


Der Norbarde nimmt einen letzten Zug aus seiner Pfeife, stößt den Rauch genüßlich in mehreren Ringen aus und klopft dann die Pfeife an der Reling aus.

Er begibt sich an eine Stelle, an der er nicht im Weg steht und beobachtet die Matrosen bei ihren Vorbereitungen.



Der Barde und das Kätzchen


Nachdem das Kätzchen schnurrend eingeschlafen war steht Elyagor noch eine Weile da, krault es und denkt vor sich hin. 'Nettes Kätzchen, erinnert mich irgendwie an Latu...' Bei diesem Gedanken geht ein trauriger Zug über sein Gesicht, der aber sofort wieder durch das immerwährende Lächeln ersetzt wird.

"Ja, schlaf schön, mein Kleiner."

Während dieser Vorgänge beginnt auf einmal der Kapitän Befehle zu brüllen, die Elyagor aus seinen Träumen aufschrecken.

'Ahh, na endlich beginnt die Reise', denkt er sich. Mit nachdenklichem Blick verfolgt er, wie die Mannschaft zu arbeiten beginnt und das Schiff aus dem Hafenbecken hinaus gleitet...



Aufbruch


Jergan Efferdstreu läßt seine Blicke ein letztes Mal über dem Kai gleiten, dann ruft er:

"Holt die Planke ein!"

Zwei Matrosen, von Nirka beaufsichtigt, tun dies sogleich - offenbar haben sie schon darauf gewartet. Die Bootsfrau sorgt dafür, daß das wichtige Teil richtig verstaut wird, der Kapitän ruft den Hafenarbeitern am Kai inzwischen den nächsten Befehl zu:

"Löst die Leinen!"

Geschickt fangen weitere Matrosen die Leinen auf, die man ihnen hinüber wirft. Andere haben sich inzwischen schon am Fockmast zu schaffen gemacht, und sind bereit, als das Kommando kommt.

"Setzt die Fock!"

Der Kapitän selbst begibt sich auf das Brückendeck und stellt sich an das Steuer. Das große Havena-Segel des Fockmastes wird gesetzt und sogleich vom Wind erfaßt. Starke Trosse ziehen es herum, so daß es quer zum Wind steht. Langsam drückt dieser die NORDSTERN vom Kai weg, dann läßt Jergan das Segel dichter holen.


Vorsichtig kurbelt er das Steuer herum, als das Schiff quer zum Kai steht. Immer noch sehr langsam entfernt es sich von der Stelle, an der es Passagiere und Ladung an Bord genommen hat, und fährt schneller werdend durch das Hafenbecken.

"Bereitet das Groß-Segel vor!"

Der Kapitän wird es zwar erst draußen setzen lassen, aber das muß nicht bedeuten, daß sich die Mannschaft inzwischen ausruhen kann...


Fiana blickt für einen Moment starr auf die Wogen, welche vom Bug in die Fluten getrieben werden.

"Herr Efferd, gewähre uns deine Gunst, lasse uns heil unser Ziel erreichen, schütze uns vor Seeungeheuern und gewähre uns guten Wind" sind die Worte, die sie an den Herrn des Elementes, welches nun für lange Zeit ihr zu Hause sein wird, richtet.


Ottam stehr immer noch an der Ladeluke, bei Fianas Worten denkt er sich:

''Ja, möge Effert ohne Zorn sein und möge Phex mir beistehen'

Sein Gesicht verzieht sich seltsam, doch schnell kehrt sein gewohnter Gesichtsausdruck wieder zurück.


Und so beginnt die große Reise der NORDSTERN. Leise plätschert das Wasser an den Planken entlang, knarrt die Takelage unter dem Druck des Windes. Stolz den Bug auf die offene See gerichtet, durchquert die

NORDSTERN das Hafenbecken und fährt in Richtung Golf von Riva.



Sigrun packt an


Sigrun hat eine der Leinen aufgefangen und befestigt sie sorgfältig. Als sie sich anschließend umsieht, stellt sie fest, daß ihre Hilfe am Fockmast nicht mehr nötig ist. Bei der Vorbereitung des Groß-Segels scheinen allerdings noch ein paar Hände zu fehlen, also faßt sie dort mit an.





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